Schwieriges Umfeld für Bankgeschäfte: KSK-Bilanz zufriedenstellend

In der Niedrigzinsphase

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Zufriedene Gesichter: Silke Korthals, Matthias Knak (l.), und Dennis Gläß präsentierten die Bilanz der Kreissparkasse.

Verden - Vor allem Zufriedenheit strahlte des Vorstandsteam der Kreissparkasse aus, als es die Ergebnisse des zurückliegenden Geschäftsjahres und die Pläne für die Zukunft präsentierte. In einem schwierigen Umfeld wegen der anhaltenden Niedrigzinsphase bewerteten Silke Korthals als Vorsitzende sowie Matthias Knak und Dennis Gläß die Zahlen als immerhin zufriedenstellend. Um strategisch darauf zu reagieren, aber auch als Antwort auf den Trend der Zeit, will die Bank nun die Digitalisierung ihres Geschäfts vorantreiben.

Die Sparkasse der Zukunft hat eine Filiale im Internet, Geld auf Plastik und bald auch einen virtuellen Aktenschrank. „Wir sind überrascht, wie gut das angenommen wird“, freute sich Silke Korthals über die Resonanz der Kunden. Die Bank auf www.verdirekt.de und weitere Pläne für die digitale Welt stellte sie auf der Jahrespressekonferenz vor. Seit der Neugestaltung der Internetseite im Oktober hätten 1000 Kunden die virtuelle Filiale für Standardprodukte rege genutzt.

Neben dem kontaktlosen Bezahlverfahren Girogo für den täglichen Einkauf und der Einführung des Paydirekt-Systems für die Bezahlung im Internet steuert die Bank mit einem elektronischen Postfach weiter in Richtung Digitalisierung. Ab April oder Mai werde es zugleich aber auch „ein Aktenschrank sein, in dem sämtliche Unterlagen zu finden sind“, kündigte Korthals an.

Mit ihrem Bilanzgewinn von 2,3 Millionen Euro und einer Bilanzsumme von 2,4 Milliarden Euro konnte die Kreissparkasse 2015 in etwa das Niveau der vorangegangenen Jahre erreichen. Ein Ergebnis, das angesichts der niedrigen Kreditzinsen nur noch über die Masse zu schaffen ist.

„Wir konnten das Kreditvolumen auf 2,2 Milliarden Euro steigern“, zeigte sich Matthias Knak in diesem Bereich nun doch ohne Einschränkung zufrieden.

Die Firmenkunden hätten die gute allgemeine Konjunkturlage genutzt. 200 Millionen Euro hätten sie für Investitionen über Kredite bei der Kreissparkasse finanziert. Die stabile Verfassung der Wirtschaft in der Region und ihr Optimismus zeige sich eben auch daran, dass die Nachfrage nach Krediten im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent gestiegen sei.

Aber auch bei den Privatkunden sitzt das Geld lockerer. Ebenfalls deutlich erhöhte sich die Nachfrage nach Krediten um 40 Prozent. Auch hier wurde ein Volumen von 200 Millionen Euro beantragt und bewilligt. Einen beträchtlichen Anteil daran dürfte die Lage auf dem Immobilienmarkt haben. Die niedrigen Zinsen erleichtern die Entscheidung für eine Investition in eigene vier Wände. 139 Objekte mit einem Kaufpreisvolumen von 20 Millionen Euro wechselten in Zusammenarbeit mit KSK-Maklern den Besitzer. „Die Nachfrage nach Grundstücken ist kaum noch zu befriedigen“, vermittelte Knak einen Eindruck von Bauboom.

Auch wenn Zinserlöse kaum noch nennenswert sind, wird gespart. „Einlagen und Kredite halten sich in Waage“, deutete Knak den Umfang an. 1,8 Milliarden Euro haben die KSK-Kunden auf der hohen Kante. Dass die Kunden aber nicht nur auf Sparzinsen bauen, sondern andere, lukrativere Anlagemöglichkeiten für ihr Geld suchen, berichtete Dennis Gläß. Der gerade erst in den Vorstand berufene Banker sprach von 118 Millionen Euro, für die Kunden Wertpapiere erworben hätten. Fast 400 Millionen Euro umfasse der Bestand mittlerweile bei den Kunden.

kle

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