Ehrenamtliche Helfer gefordert

Schwerstarbeit für die Feuerwehr bei umfangreicher Einsatzübung

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Aus dem völlig demolierten Übungsfahrzeug mussten Personen befreit werden.

Verden – Ein Gebäudevollbrand, ein Verkehrsunfall, eine beschädigte Batterie sowie eine komplizierte Menschenrettung aus dem Auto und aus einem verrauchten Nebengebäude war ein anspruchsvolles Spektrum von Aufgaben für die Ortsfeuerwehr Verden. Gut, dass sie nur in einer Übung anfielen, die die Gruppenführer Horst Janßen und Clemens Bauer bei der Firma Eggers ausgearbeitet hatten. Bei einem weiteren Einsatz unterstützten die Aktiven das Unternehmen Mars Petcare bei einer groß angelegten Evakuierung.

Regelmäßig testen die Feuerwehren mit unangekündigten Übungen die Einsatzbereitschaft und das strategische Vorgehen für den Ernstfall. „Neben dem grundsätzlichen Umgang mit unserer Ausrüstung ging es vor allem auch darum Einsatztaktiken und Ortskenntnisse zu vertiefen“, resümierte Clemens Bauer nach der Übung. „Eine Vielzahl von verschiedenen Lagen an einem Ort, die unser gesamtes Aufgabenspektrum abdecken, hat euch bei der Übung gefordert“, fasste Horst Janßen in der Nachbesprechung zusammen. Großartige Möglichkeiten dazu habe das Autohaus Eggers geboten, resümierten beide übereinstimmend.

Gleich mehrfach wurde die Ortsfeuerwehr Verden bei diesem umfangreichen Einsatz im Rahmen des regulären Ausbildungsdienstes gefordert. Die Ehrenamtlichen wurden zunächst mit einer Brandmeldeanlage im Werkstattbereich des Autohauses alarmiert. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen stand das Gebäude laut Szenario bereits in Vollbrand. Die Brandschützer bauten sofort eine sogenannte Riegelstellung mit Hilfe der Drehleiter auf, um die Ausbreitung des Feuers auf angrenzende Gebäudeteile zu verhindern.

Parallel dazu machten sich Kameraden daran, Menschen aus dicht verrauchten Räumen zu befreien. Mehrere Einsatzkräfte unter Atemschutz gingen dazu zeitgleich in das mit Disconebel verrauchte Gebäude vor und retteten drei Personen.

Jeder Handgriff wurde trainiert. 

Währenddessen kam es in einer weiteren Werkstatt zu einer Leckage an einer Batterie, sodass hier Einsatzkräfte mit Chemikalienschutzkleidung und Atemschutzgeräten ausgerüstet, eine Person retten und den Schaden eindämmen mussten. In unmittelbarer Nähe zum Brandobjekt war es zudem noch zu einem Verkehrsunfall mit zwei im Auto eingeschlossenen Personen gekommen. Die Helfer benötigten hydraulisches Rettungsgerät, um die Fahrzeugtüren zu entfernen und die Opfer zu befreien. Dazu musste auch gleich das Dach des Autos entfernt werden.

Auf dem Gelände der Firma Mars Petcare mussten dem Drehbuch der Übung zufolge Teile des Hauptgebäudes im Werk an der Eitzer Straße evakuiert werden. „Ziel der Übung war die Überprüfung der firmeninternen Abläufe bei einer Räumung in Teilbereichen des Firmentraktes“, fasste Feuerwehrsprecher Torben Voigt zusammen. Als Übungsszenario wurde ein Feuer auf dem Dach eines Bürogebäudes angenommen.

Rund 600 Mitarbeiter der Firma Mars Petcare mussten vorübergehend ihren Arbeitsplatz verlassen. Ein weiteres Ziel der Übung war, die alarmierte Feuerwehr auf dem Werksgelände korrekt an den Einsatzort zu leiten.

Die 16 Feuerwehrkräfte waren mit vier Fahrzeugen vor Ort und retteten eine Person mit der Drehleiter von einem Flachdach, kontrollierten unter Atemschutz Teile des Gebäudes und bereiteten die Brandbekämpfung vor.

Das Programm hatten die Einsatzkräfte nach 20 Minuten abgearbeitet. Die aus der Übung gewonnenen Erkenntnisse werden jetzt sowohl auf Werks- wie auch auf Feuerwehrseite analysiert und nachbesprochen.

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