Der „Schwarze Mann“ und die Kreissparkasse liefern sich juristische Schlacht

Viel Arbeit für die Gerichte

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Jetzt steht er wieder da: Rüdiger Meyer an seinem Platz vor der Kreissparkasse.

Verden - Jetzt steht er wieder vor der Kreissparkasse: Nach der Winterpause setzt der „Schwarze Mann“ alias Rüdiger Meyer seinen schrillen Protest gegen das Kreditinstitut fort. Im Hintergrund beschäftigen die Bank und der Geschäftsmann Juristen und Gerichte mit ihrem Zwist. Aktuell bezichtigt Meyer in einer Strafanzeige seine Gegner der Urkundenfälschung.

Das schief gegangene Auslandsgeschäft mit chinesischen Solaranlagen, das den Streit ausgelöst hat, liegt mittlerweile schon ein paar Jahre zurück. Der Kirchlinteler Geschäftsmann Rüdiger Meyer hatte sich damals saftige Gewinne ausgerechnet. Aber dann hakte es bei der Abwicklung über ein Akkreditiv und aus dem Geldregen, den der Verkauf der fernöstlichen Anlagen bescheren sollte, wurde es nichts.

Meyer sieht den Fehler bei der Bank, er will Schadensersatz und das in Millionenhöhe. „Alle Vorwürfe entbehren jeglicher Grundlage“, hatte Dr. Beate Patolla, Leiterin der Unternehmenskommunikation des Kreditinstituts, im Juni vergangenen Jahres alles von sich beziehungsweise ihrem Haus gewiesen. Und so steht der Mann in Schwarz Tag für Tag als „Sparkassenopfer“, so sagt er, vor der Hauptstelle des Bankhauses.

Eine folkloristische Veranstaltung ist die Auseinandersetzung des Davids Meyer mit dem Goliath Bankhaus aber nicht. Zahlreiche Verfahren laufen, in denen die Kontrahenten versuchen, ihre Auffassung gerichtlich durchzusetzen. Eine Klärung ist immer noch nicht in Sicht. Auf Betreiben des Kreditinstituts läuft ein Insolvenzverfahren gegen Meyers Firma Viak. In dessen Verlauf wurden bereits mehrere Zwangsversteigerungen von Immobilien aus seinem Besitz angesetzt, darunter das Neddener Schulhaus und sein Wohnhaus in Kirchlinteln.

Ein Teil davon kam auch unter den Hammer und das passt Meyer natürlich nicht. Deshalb seine Strafanzeige, in der er die Rechtmäßigkeit der Vollmachten von Bankvertretern in Frage stellt. Ob er Recht hat oder nicht, wird wohl auch ein Richter entscheiden müssen. Die Liegenschaften jedenfalls sind weg, so will es das Gesetz. Der Kirchlintler kann allenfalls noch auf Schadensersatz hoffen. Und wieder sind die Gerichte gefragt, ob er einen Anspruch darauf durchsetzen kann, und ob das einen Einfluss auf die diversen anderen strittigen Punkte hat. Die Kreissparkasse jedenfalls wollte auf Nachfrage der Verdener Aller-Zeitung nicht Stellung nehmen. „Wir nehmen das Bankgeheimnis sehr ernst“, erklärte Lutz Sudergat in Vertretung von Dr. Patolla den Grund.

Doch kämpft Meyer weiter: „Die Insolvenz hat keine Grundlage“, ist seine Auffassung, nachdem er einiges bereinigt hat. Morgen hat er einen weiteren Termin vor Gericht. Diesmal in der 4. Zivilkammer des Landgerichts. Auf dem Klageweg, so berichtet Meyer, bemühe er sich darum, dass er von der Sparkasse die Verläufe der Buchungen auf seinen Konten erhält.

„Güteverhandlung“ steht auf dem Schreiben des Landgerichts, ob das Aussichten auf Erfolg hat, kann man bezweifeln.

kle

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