Ausschuss stimmt Verordnung zu

Schutz für Verdener Dünen und Vögel

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Der Naturschutz für die Dünen wird erneuert.

Landkreis - Eigentlich waren die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft zu ihrer Haushaltssitzung in den Verdener Kreistagssaal gekommen. Aber mit dem Zahlenwerk machten sie nicht viel Federlesens und gaben ihre Zustimmung. Das Geld stand nicht im Vordergrund, sondern Naturschutzprojekte, die Verdener Dünen und die von der Jägerschaft geplante Verringerung der Raubtierpopulationen im Kreisgebiet.

Über den landschaftlichen Wert des neuen Schutzgebietes geriet Antje Mahnke-Ritoff fast ins Schwärmen. 88 Hektar soll das neue Schutzgebiet in den Gemarkungen Verden und Scharnhorst umfassen, berichtete die Fachfrau in der Unteren Naturschutzbehörde. Nachdem der Entwurf ausgelegen hat und genug Gelegenheit zu Einwänden war, ist es jetzt so weit, dass der Kreistag die fertige Verordnung am 15. Dezember beschließen kann.

„Ich finde das in Ordnung“

Das bereits bestehende Naturschutzgebiet wird um einen Teilabschnitt der Halse, den Schäferberg und die Tütheide vergrößert. Mahnke-Ritoff berichtete vom mäandernden Flussbett und wertvollen Eichen-, Erlen- und Eschenbeständen, aber auch vom bedrohten Biotop auf den Dünen. Das Betreten müsse verboten bleiben, um es zu schützen. Dazu sei die Behörde verpflichtet. Dennoch bleibe das Erlebnis auf einem Weg möglich.

„Ich finde das in Ordnung“, stimmte Jürgen Baumgartner (Linke) den Plänen zu. Auch die beschränkte Nutzung sei angemessen. Bund-Vertreter Ewald Rohde meinte ebenso, dass die extreme Nutzung vermieden werden müsse, hatte aber Probleme damit, Spaziergänger von den Sandtrockenrasen und dem Dünensand mit seiner seltenen Insektenfauna fernzuhalten.

„Wenn sich das Biotop erholen soll, geht es nicht anders“, war Mahnke-Ritoff überzeugt. Auch wenn es schwierig werde, Spaziergängern zu vermitteln, dass alle paar Jahre mal Maschinen aufgelaufenen Kiefern und Traubenkirschen zu Leibe rücken müssen, sah die Fachfrau keine Alternative. Kollege Thomas Arkenau ergänzte, dass dies in keiner Stellungnahme bei der Öffentlichkeitsbeteiligung eine Rolle gespielt habe. Insgesamt waren sich die Vertreter der Politik einig, dass der Kreistag die Unterschutzstellung so verabschieden kann.

Keine Zustimmung erforderlich

Das Vorhaben der Jägerschaft erforderte keine Zustimmung. Ihr Vorsitzender, Jürgen Luttmann, konnte von einer gesicherten Finanzierung berichten. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und die Bingo-Stiftung hätten Mittel für den Einsatz von Lebendfallen zugesagt. 75 dieser Betonröhren sollen in der Wümmeniederung und 62 im Lehrdetal aufgestellt werden.

Hintergrund sei die explosionsartige Vermehrung der Beutegreifer, erklärte Luttmann. Gemeint sei zum einen der Fuchs, dessen Bestand sich seit den 1980er-Jahren verdoppelt habe, und zum anderen eingewanderte Arten wie Marderhund, Waschbär und Nutria. Die Folge sei eine starke Abnahme der Zahl von Wiesenvögeln. Intensive Landwirtschaft, so bestätigte der Jäger auf Nachfragen aus dem Ausschuss, sei ebenfalls ein Faktor. Deren Auswirkungen bekämpfe die Jägerschaft mit Maßnahmen wie Lerchenfenster und Blühstreifen. 

kle

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