Verdener Schleppjäger arbeiten mit Freiwilligen / Pferde müssen bewegt werden

Schulungen gestrichen

Die Pferde des Schleppjagdreitvereins werden von Freiwilligen und den Reitlehrern bewegt. Der öffentliche Betrieb ruht. Foto: VSJRV

Verden – Der Rotstift regiert im Kalender des Verdener Schleppjagdreitvereins: der laufende Betrieb mit den fünf Schulpferden und gleich drei wichtige Veranstaltungen müssen abgesagt werden. „Was das mit unseren Einnahmen macht, können wir noch gar nicht absehen“, erklärte die Vorsitzende Sabine Behrendt. Auch das Tierschutzgesetz ist ein wichtiger Aspekt. So müssen Pferde ausreichend Bewegung erhalten. „Ein Pferd ist kein Tennisschläger, den man in die Ecke stellt, wenn man ihn nicht braucht“, so Behrendt.

Fünf Schulpferde stehen beim VSJRV in der Stubbendorff-Anlage am Stadtwald bereit für Reitschüler, drei Reitlehrer unterrichten mit ihnen sowohl Kinder als auch Erwachsene. Weil wegen Bedenken zur Ansteckungsgefahr die Zahl der Anlagen-Nutzer aktuell so drastisch wie möglich heruntergefahren werden muss, werden die Schulpferde in dieser Woche von den Reitlehrern und freiwilligen Helfern bewegt. „Wir arbeiten an einem Plan, wonach immer wochenweise ein Reitschüler sich um eines der fünf Pferde kümmert und wir so den Wechsel möglichst gering halten“, skizziert die Vorsitzende nach Krisengesprächen mit dem Vorstand. Es laufen zur Zeit Gespräche mit Freiwilligen, die dazu sowohl zeitlich als auch von ihrem reiterlichen Können her in der Lage sind. „Das ist eine gute Gelegenheit herauszufinden, wie es sich anfühlt, Verantwortung für ein eigenes Pferd zu übernehmen. Collin, Rhapsodie, Lucky und die anderen sind gute Lehrmeister.“

Abgesagt ist nicht nur der Unterricht mit den Pferden, sondern auch ein Lehrgang am kommenden Wochenende (20. bis 22. März) für sicheres, balanciertes Reiten im Gelände, der in Kooperation mit dem Reitverein Graf von Schmettow Kirchlinteln am Lohberg geplant war. Weitaus teurer werde allerdings die Absage der Frühjahrsjagd im Verdener Stadtwald am Sonntag, 29. März. „Die Schleppjagd ist traditionell sehr gut besucht und die Startgelder der Teilnehmer aus der Region werden uns fehlen“, so Behrendt.

Verschoben werden muss auch die Jahreshauptversammlung für Dienstag, 24. März, bei der wichtige Neuwahlen anberaumt waren. „Ein neuer Termin wird schnellstmöglich gefunden werden“, heißt es aus dem Verein, der im Oktober sein 95-jähriges Jubiläum feiern will.

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