Schüler der BBS zeigen ihre Holzplastiken

Von klarer Eleganz bis schroffer Sprödigkeit

Das Publikum konnte aus den ausgestellten Plastiken die beiden schönsten auswählen. - Foto: Haubrock-Kriedel

Verden - Wie unterschiedlich man mit dem Werkstoff Holz arbeiten kann, zeigt jetzt eine Ausstellung mit Plastiken aus diesem vielgestaltigen Werkstoff, die im Selbstlernzentrum der BBS Dauelsen zu sehen ist. Die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 11 der Fachoberschule Gestaltung hatten die Aufgabe, Bildwerke aus Holz herzustellen und anschließend damit eine Ausstellung zu konzipieren.

Das beeindruckende Ergebnis präsentierten sie am Dienstag in einer Vernissage. Zu sehen sind Holzplastiken in vielfältigen Variationen, von klarer Eleganz bis zu schroffer Sprödigkeit, die dem Betrachter viel Raum für Interpretationen lassen.

„Holzplastik klingt nach Plastik, hat damit aber gar nichts zu tun. Der Begriff Plastik kommt von plastisch“, machte Fachlehrerin Marita Erdmann-Borgelt noch einmal ganz deutlich, worum es ging. Die Aufgabe lautete, eine dreidimensionale, asymmetrische Plastik zu fertigen. Und so seien denn die Exponate auch ein Mix aus Handwerk und Kunst.

Bevor sie sich ans Werk machten, sollten die Schülerinnen und Schüler recherchieren, was der Unterschied zwischen einer Plastik und einer Skulptur ist. „Skulpturen werden aus einem einzigen großen Teil gefertigt, während die Plastik aus mehreren Teilen besteht“, erklärte May Arnold.

Ihre Aufgabe lösten die Schüler sehr unterschiedlich. Da gab es einen scheinbar wirren Haufen bunter Holzstäbe, ein luftiges Gebäude aus filigranen Stäbchen, ein springendes Pferd, bunte Würfel, die durch ihre asymmetrische Anordnung ins Auge fallen, Türme aus verschiedenen Elementen oder Plastiken, die Formen der Natur nachempfunden wurden.

Das Publikum hatte die schwierige Aufgabe, aus den vielfältigen Werken die beiden schönsten Objekte auszuwählen. Niklas Behnken bekam den Publikumspreis. Seine Arbeit besteht aus vielen kleinen übereinander geschichteten bunten Holzscheiben, die scheinbar schwerelos nach oben streben. „Ich habe einfach ausprobiert, was mir eingefallen ist. Es sollte asymmetrisch sein mit natürlichen Farben“, so Niklas.

Auf den zweiten Platz wurde die Plastik von Mandy Heyer gewählt. Das Werk besteht aus gleichen Holzscheiben, die ihre Dynamik allein durch die Anordnung erzielen. Mandy möchte mit ihrer Plastik eine klare Aussage machen. „Diese Aufstieg- und Kehrtreppe zeigt durch ihre Spiralform, dass der Entwicklungsprozess nicht immer linear verläuft.“

Viel Anklang fand auch die Arbeit von Marisa Herter, naturbelassene, ringförmig angeordnete Holzscheiben, die teilweise bemalt sind. „Ich wollte die Natur darstellen, allerdings etwas verspielt, daher die Farbe“ erzählte Marisa. - ahk

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