Simone Delwis und ihr Sohn Matthias Schulz bewirtschaften einen Kleingarten

Ein schöner Ausgleich

Immer viel zu tun im Kleingarten: Simone Delwis und Matthias Schulz. Foto: Haubrock-Kriedel

Verden – Das Coronavirus bestimmt zurzeit das Leben der Menschen. Die sozialen Kontakte sind auf ein Minimum beschränkt, das Leben in den Vereinen ruht. Die Betätigung im eigenen Garten ist da für viele eine willkommene Abwechslung. So auch für Simone Delwis (66) und ihren Sohn Matthias Schulz. Beide bewirtschaften eine Parzelle in den Kleingärten am Stadtwald.

„Die Gartenarbeit ist für mich ein schöner Ausgleich zum Beruf“, sagt Matthias Schulz. Obwohl es im Garten zu Hause und auf dem Campingplatz schon viel zu tun gab, entschloss sich der Versicherungsmakler trotzdem, vor vier Jahren gemeinsam mit seiner Mutter, das circa 600 Quadratmeter große Gartenstück am Stadtwald zu übernehmen. „Wir lieben einfach die Gartenarbeit“, erklärt Simone Delwis.

In diesen Zeiten sei die Arbeit auf der Parzelle natürlich auch eine willkommene Ablenkung. „Frische Luft ist besser, als immer nur drinnen zu sitzen“, sagt die Gartenfreundin.

Der ganze Stolz von Matthias Schulz ist der stabile Holzzaun, der seit zwei Monaten das Gartengrundstück begrenzt. Auch sonst gebe es regelmäßig Neuerungen. „Die Wasserpumpe geht immer kaputt, daher wollen wir das Wasser bald mit einer Elektropumpe fördern“, berichtet Schulz.

Einige Erfolge als Selbstversorger konnten Mutter und Sohn schon verzeichnen. „Wir versuchen uns im Gemüseanbau. Kürbisse und Erbsen wachsen hier gut“, hat die Hobbygärtnerin festgestellt. In diesem Jahr sollen noch Mais und Kartoffeln hinzukommen. „Die verdrängen das Unkraut.“ Darüber hinaus ist beabsichtigt, dass einige Zucchinipflanzen die Auswahl bereichern. Ein selbst gebautes Hochbeet wird bald die gängigsten Küchenkräuter wie Petersilie, Liebstöckel, Basilikum und Schnittlauch beherbergen.

Als neuestes Projekt haben die beiden Kleingärtner gerade eine Streuobstwiese mit Birne, Pflaume und Haselnuss angelegt. Einen Ehrenplatz hat der Apfelbaum der alten Sorte „Celler Dickstiel“, ein Weihnachtsgeschenk von Matthias Schulz an seine Mutter.

Ein besonderes Kleinod im Garten ist die unter Naturschutz stehende Schlüsselblume, die das Duo mit dem Garten quasi übernommen hat. „Diese Pflanze steht unter Naturschutz. Sie kommt in jedem Jahr und wird immer größer. Ich passe genau auf, dass mein Sohn sie nicht aus Versehen abmäht“, erzählt Simone Delwis.

Neben der entspannenden Arbeit in ihrem Kleingarten pflegen Mutter und Sohn auch einen guten Kontakt mit ihren Nachbarn. „Ich finde es wichtig, dass man gemeinsam etwas macht, zum Beispiel mal einen Kaffee zusammen trinkt“, so die 66-Jährige. Sofern es die Gesundheit und das Wetter erlauben, ist sie einmal in der Woche für mehrere Stunden gemeinsam mit ihrem Sohn im Garten aktiv. „Ganz viel Arbeit gibt es hier immer“, sagt Simone Delwis.  ahk

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