Schüler berichten von den Erfahrungen in ihren Betriebspraktika

Schnuppertage im Beruf

Einsatz in der Verdener Stadthalle: Thies Rahn hat sein Praktikum bei der Bremer Shakespeare Company absolviert. - Foto: Neure

Verden - Zwei Wochen lang in die Arbeitswelt hineinschnuppern. Ein Betriebspraktikum macht jeder Schüler und jede Schülerin . Egal welche Schule er oder sie besucht. Für die Schüler ein besonderes Erlebnis in einem ganz neuen Umfeld abseits der gewohnten Schule. Thies Rahn und Celine Neure berichten von ihren Erlebnissen und wie sie zurechtgekommen sind.

„Die meisten Gymnasien veranstalten ein Betriebspraktikum in der zehnten Klasse, in der sogenannten Einführungsphase“, weiß Celine. Schüler und Schülerinnen sollen anhaltpunkte bekommen, was ihnen im Beruf später einmal wichtig sein könnte. „Mit den Erfahrungen aus dem Praktikum können sich die meisten Schüler auch besser für die Kurse in der Oberstufe entscheiden“, meint sie.

Celine hat ihr Praktikum in der Redaktion der Verdener Aller-Zeitung absolviert. Der Bericht über die Schülerpraktika war eine der Aufgaben der Schülerin am Achimer Gymnasium am Markt.

Der Zufall wollte es, dass ihr Mitschüler, Thies Rahn, für einen Tag ebenfalls in Verden arbeitete. Er hatte einen Praktikumsplatz bei der Bremer Shakespeare Company ergattert und arbeitete dort in der Theatertechnik. Es war sein dritter Tag, als er in der Stadthalle Verden fuhr, wo am Abend ein Theaterstück aufgeführt werden sollte. Mit den anderen Technikern musste er alles vorbereiten.

Thies musste Bühnenelemente tragen und kleinere Aufgaben für den Bühnenaufbau erledigen.

„Bislang ist der Beruf sehr vielseitig und interessant“. berichtet er. „Am dritten Tag hab ich noch kein genaues Meinungsbild, aber es macht bis jetzt sehr viel Spaß“, sagt Thies. Es käme wohl darauf an, wo man arbeitet, vermutet er. Das Unternehmen sei eher klein, und er könne auch mal Aufgaben in anderen Gebieten erledigen.

„Ich weiß nicht, ob ich den Beruf später machen möchte, aber man kann es auf jeden Fall für zwei Wochen durchhalten“, ist Thies' vorläufiges Fazit.

Celine Neure,ist nach ihren zwei Wochen bei der Verdener-Aller Zeitung ebenfalls zufrieden. Sie sagt, dass man sich in der Redaktion gut einfinden und mit den Kollegen gut verstehen könne. „Die Arbeit macht sehr viel Spaß und man kann sich beim kreativen Schreiben entfalten“, berichtet die 16-Jährige, „es ist für das spätere Berufsleben auf jeden Fall vorstellbar, da der Alltag sehr spannend und spaßig ist.“

Das Wichtigste sei, dass man einen Beruf ausprobiert und erlebt, was im Alltag passiert. „Ob der Beruf, den man im Praktikum macht, dann wirklich was für einen ist, stellt sich am Ende heraus“, meint sie. Es lohne sich auf jeden Fall, eins zu machen, selbst wenn man am Ende den Beruf nicht gut findet. Dann wisse man wenigstens, dass man das später auf keinen Fall machen möchte. „Am Ende der zwei Wochen ist man doch froh, wenn man noch ein paar Jahre zur Schule gehen darf.“ - cn

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