Höhere Anforderungen des Landes an Leistungsfähigkeit nach Ostern

Schnelleres Impfen wäre in Verden machbar

Die Impf-Container von außen fotografiert.
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Im Impfzentrum in Verden soll ab nächster Woche das Tempo angezogen werden.

„Impfen, Impfen Impfen.“ Die Forderung der Kanzlerin hat einen Haken, der auch im Landkreis Verden die schnelle Abwicklung der Impfkampagne noch aufhält. Der Impfstoff wird nicht in ausreichenden Mengen und mit der Verlässlichkeit geliefert, wie er verabreicht werden könnte. Die geforderte Beschleunigung beim Impfen hinzubekommen, wäre für das Impfzentrum machbar, berichtet Landrat Peter Bohlmann in einem Überblick für den Kreistag und seine Gremien.

Verden – 13 015 Erstimpfungen und 5 599 Zweitimpfungen wurden seit dem Impfstart am 5. Januar bis zum Freitag verabreicht. Etwa ein Drittel davon haben die Mobilen Teams in Alten- und Pflegeheimen an Bewohner und Mitarbeiter verabreicht. Mehr als die Hälfte der Impfdosen kam dann in die Spritzen, als das Impfzentrum öffnen konnte. Der übrige Anteil wurde im Krankenhaus ans medizinische Personal, Rettungsdienste und Berufsgruppen aus Praxen, Schulen und Kitas verimpft. Auch am vergangenen Wochenende erhielten wieder Erzieher und Lehrerkollegien ihre Immunisierung.

Tempo soll deutlich anziehen

Nach Ostern soll sich das Tempo aber deutlich erhöhen: Den Vorgaben des Landes zufolge sollen die Impfzentren nach Aufnahme des Impfbetriebs in den Arztpraxen eine Kapazität von etwa 180 000 Dosen pro Woche einplanen. Für das Verdener Impfzentrum würde das bedeuten, dass 3 088 Dosen in der Woche verimpft werden müssen. „Das Land fordert, für Stoßzeiten eine Kapazitätserweiterung auf 240 000 Dosen in der Woche einzuplanen. Das entspricht einer Steigerung auf 4 118 Dosen pro Woche im Landkreis.“

900 Dosen Astrazeneca, 3510 Dosen Biontech und 300 Moderna werden erwartet

Impfstoff dafür soll auch nach Ostern kommen. Erstmal 900 Dosen Astrazeneca, 3510 Dosen Biontech und 300 Moderna, insgesamt also 4710 Dosen. Und für die 13. Kalenderwoche sind 300 Astrazeneca, 1170 Biontech und 600 Dosen Moderna angekündigt. Eine Aussicht auf mehr als diese 2070 Dosen gibt es zunächst nicht. „Darüber hinaus gibt es noch keine konkreten Aussagen zu den Liefermengen. Durch die relativ kurzfristigen Lieferankündigungen oder Veränderungen der Liefermenge wird der geplante Impfprozess erheblich erschwert“, lautet das Fazit des Landrats.

Ausweitung der Betriebszeiten

Zusätzlich zu den 3 500 Impfungen im Zentrum am Kreishaus würden die besagten Berufsgruppen über mobile Teams in der Sporthalle der Lönsschule behandelt. Diese Termine werden nicht über die zentrale Vergabe des Landes, sondern in der Kreisverwaltung organisiert. Ganz ähnlich wie die Impfungen für die mobilen Teams in den Senioren- und Pflegeeinrichtungen festgelegt und durchgeführt wurden. Auch die Terminverwaltung für die Impfung der 2 320 Kita-Beschäftigten, Grund- und Förderschul-Pädagogen in der Lönsschule sei auf diese Weise gelöst worden.

„Durch eine Ausweitung der Betriebszeiten im Impfzentrum beziehungsweise einen erhöhten Einsatz von mobilen Teams könnte die vom Land benannte Spitzenkapazität erreicht und übertroffen werden“, ist Bohlmanns Einschätzung. Vorausgesetzt der Impfstoff ist da, müsste nur ausreichend Personal vorhanden sein. Im Impfzentrum seien aktuell 50 Personen beschäftigt, Ärzte, impfberechtigtes Personal, sowie Sanitäts-, Sicherheits- und Verwaltungskräfte. Der Verwaltungsbereich werde durch zwölf Soldaten der Bundeswehr unterstützt.

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