Mitgliederversammlung in Verden 

Weserbund fordert schnelle Weser-Anpassung für Güterverkehr

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Der Vorstand des Weserbundes: Michael Werner (Kreis Höxter), Ralf Rüdiger Heinrich (Geschäftsführer,) Jens Bieniek (BLG Logistics Group), Uwe Beckmeyer (neuer Vorsitzender), Peter Kienzle (Stadt Minden), Klaus Wedemeier (ehemaliger Vorsitzender) und Landrat Peter Bohlmann.

Verden - Die Anpassung der Mittelweser für den Verkehr mit Großmotorgüterschiffen mit einer Länge von bis zu 110 Metern und die Pläne der hessischen Kali-Industrie, zukünftig Salzabwasser über eine Pipeline in die Oberweser einzuleiten, standen im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des Weserbunds im Verdener Kreishaus. Dabei sprach sich der Bund für eine vollständige und zügige Umsetzung der Anpassung aus.

Zugleich wurde auf der Sitzung ein neuer Vorstand gewählt. Der langjährige Vorsitzende des Verbandes, der ehemalige Bremer Bürgermeister Klaus Wedemeier, gab nach über 18 Jahren sein Amt ab. Zu seinem Nachfolger wurde Senator a. D. Uwe Beckmeyer gewählt.

Beckmeyer war viele Jahre Mitglied der Bremischen Bürgerschaft und Mitglied des Senats der Freien Hansestadt Bremen. Von 2002 bis 2016 gehörte er dem Bundestag an und wurde zu Beginn der vergangenen Legislaturperiode zum Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bestellt. Gleichzeitig wurde er zum „Maritimen Koordinator“ der Bundesregierung berufen.

Der Landkreis Verden, so Landrat Peter Bohlmann in seiner Begrüßung, gehöre zu den flussreichsten Landkreisen Niedersachsens, da ihn die Weser mit 50 Kilometer Länge, die Aller mit 24 und die Wümme mit 15 Kilometern durchziehe. Dies stelle den Landkreis nicht nur im Natur-, Landschafts- und Hochwasserschutz vor besondere Herausforderungen. 

Ein Güterschiff kann rund 100 Lkw ersetzen

Auch in der Verkehrspolitik bildeten die Flussübergänge in Uesen und Verden häufig ein Nadelöhr. Deshalb sei es für den Landkreis Verden – wie auch für andere Weser-Anrainerkommunen – wichtig, dass auch durch die Weservertiefung der Güterverkehr wesentlich stärker von der Straße auf den Wasserweg verlagert würde, betont Bohlmann. 

So ersetze ein Großmotorgüterschiff rund 100 Lastkraftwagen, was sich positiv auf den Verkehrsfluss auswirken und vor allem Straßen und Brücken schonen würde.

Dank des nachhaltigen Engagements des Weserbunds und im Besonderen von Klaus Wedemeier konnte 2013 die neue und größere Schleuse in Dörverden eingeweiht werden. Diese müsse durchgehend befahrbar und der Begegnungsverkehr auf der Weser auch auf den verbleibenden Kilometern möglich werden, fasste Bohlmann aktuelle Forderungen in einer Pressemitteilung zusammen.

Weserbund lehnt Salzabwasser-Einleitung weiter ab

Die Planungen des Kasseler Unternehmens K+S, eine Salzabwasserpipeline an die Oberweser zu bauen, um dort Abwässer aus der Kali-Produktion einzuleiten, wird vom Weserbund nach wie vor abgelehnt. Dieses Vorhaben stelle, so Klaus Wedemeier, keine Lösung der Probleme dar, sondern verlagere sie nur von der Werra in die Weser.

Erforderlich seien grundsätzliche Lösungen, die zu einer nachhaltigen Verbesserung der Situation beider Flüsse führten. Wedemeier appellierte an die Bundesländer an der Weser, dem Bau einer solchen Pipeline nicht zuzustimmen.

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