Schlägerei in Verdener Disko De la Sol

„Leicht verletzt“ weggefahren

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Mediengruppe Kreiszeitung

Verden - Von Volkmar Koy. Die Fragezeichen rund um den Tod des 24-jährigen Eritreers werden immer größer. Wie berichtet, war der junge Mann am Mittwochabend in einer Bremer Klinik gestorben, nachdem er am Sonntag, gegen 2.30 Uhr, in eine Schlägerei in und vor der Diskothek De la Sol in der Verdener Siemensstraße verwickelt gewesen sein soll.

Unmittelbar nach dem Tod des jungen Mannes wurde eine Obduktion angeordnet. Das Ergebnis liegt noch nicht vor. Der Pressesprecher der Polizeiinspektion Verden/Osterholz, Helge Cassens, rechnet mit einem vorläufigen Ergebnis Anfang nächster Woche.

Welche Rolle die vier Tatverdächtigen spielen, die am Dienstag vorläufig festgenommen wurden, dann aber aufgrund des Fehlens eines Tatverdachtes wieder auf freien Fuß gesetzt werden mussten, dazu wollte sich Cassens nicht äußern. Der Polizeibeamte bestätigte noch einmal, dass ein fremdenfeindliches Motiv für die Schlägerei nicht infrage komme.

Dafür aber bejahte der Pressesprecher die Frage dieser Zeitung, dass die Polizei zum Tatort am Sonntagmorgen nicht gerufen worden sei. „Es gab keinen Polizeieinsatz“, räumte Cassens ein. Erst am Sonntagmittag, als der 24-Jährige auf Veranlassung eines Notarztes von Westen aus mit dem Hubschrauber nach Bremen gebracht wurde, habe die Polizei von dem Vorfall erfahren. Nach Polizeiinformationen sei der 24-Jährige in der Nacht „scheinbar leicht verletzt“ von der Disko nach Westen gefahren worden.

Diese Aussage deckt sich auch mit der jetzt publizierten Stellungnahme der Disko De la Sol. Die Schlägerei habe im Hause stattgefunden. Beide beteiligten Parteien seien vom Sicherheitspersonal nach draußen begleitet worden, heißt es dazu. Das Opfer sei in der Disko noch ansprechbar gewesen und habe keine Anzeichen von großartigen Verletzungen gehabt. Der 24-Jährige sei in Begleitung einer Betreuerin gewesen, die ein Auto dabei hatte. Sie seien dann zusammen weggefahren, offenbar zur Gemeinschaftsunterkunft der Flüchtlinge in Westen.

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