Zum 10. Mal auf dem Weihnachtsmarkt

Die Schenker sind mit vollem Einsatz dabei

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Zum zehnten Mal wird die Aktion Verdener Wunschbaum durchgeführt. Das Wunschbaum-Team mit (v.l.) Hans-Joachim Dahme (ehrenamtlicher Helfer), Silvia Voige (Initiatorin), Sonja Tusnik und Sigrid Wittmershaus (beide Caritas) hofft auch für dieses Jahr auf viele erfüllte Wünsche.

Verden - Die Verdener Weihnachtsmarktbesucher haben ein großes Herz für Kinder – und sie sind flink. „Montag haben wir die ersten 30 Wunschzettel aufgehängt, jetzt ist der Wunschbaum schon wieder leer“, berichten Silvia Voige und Sonja Tusnik von der Aktion „Verdener Wunschbaum“.

Bis zum dritten Advent werden aber immer wieder Wunschzettel nachgehängt. „Wer einem Kind von hier eine Freude machen will, wird darunter bestimmt einen Wunsch finden, den er erfüllen mag“, schreibt Initatorin Silvia Voige in einem Pressebericht.

Die Initiative hilft Eltern mit geringem Einkommen, den Gabentisch zu bestücken. Teilnehmen können Familien mit wenig Geld aus Verden und den Ortschaften sowie Langwedel, Dörverden und Kirchlinteln. Sie können sich für ihre Kinder bis 14 Jahre einen Wunschzettel beim Verdener Caritas-Verband, Andreaswall 11, Telefon 04231/5655, abholen, darauf einen kleinen Wunsch notieren und ihn bis zum 2. Dezember wieder abgeben.

Der Wunschbaum auf dem Weihnachtsmarkt steht wie im vergangenen Jahr direkt vor dem Podest. Die Wunschzettel der Kinder werden in anonymisierter Form an den Baum gehängt. Wer etwas schenken möchte, sucht sich einen Zettel aus, nimmt ihm vom Baum ab, besorgt das Geschenk und gibt es hübsch verpackt samt dem Wunschzettel beim Caritas-Verband ab. Dieser gibt sie dann an die bedachten Familien aus. „Keiner wird bloßgestellt, die Daten der Teilnehmer sind nur den Wunschbaum-Helfern bekannt“, betont Silvia Voige. Geschenke sollen bitte spätestens bis zum 16. Dezember beim Caritas-Verband eintreffen.

Rund 300 Wünsche können in diesem Jahr erfüllt werden. „Wir haben die Anzahl der Wunschzettel reduziert, um das Projekt gut bewältigen zu können“, berichtet Sonja Tusnik vom Caritas-Verband. Denn die Wunschbaum-Logistik hat es in sich. 

Pro Wunschzettel sind es mindestens vier Kontakte und Gespräche mit Familien und Schenkern. „Und dann gibt es zwischendurch auch immer mal wieder großartige Überraschungen wie Kegelclubs, die einen Teil ihrer Vereinskasse spenden wollen oder Schulklassen, die für besondere Geschenke sammeln“, ergänzt Silvia Voige. 

Für all das brauchen die Caritas-Mitarbeiter Zeit. „So sind wir sehr dankbar, mit Hans-Joachim Dahme in diesem Jahr wieder einen ehrenamtlichen Helfer gefunden zu haben, der sich um die Wunschzettel kümmert“, erzählt Sonja Tusnik.

Die Wunschzettel spiegeln Kinderträume wider, aber auch die Not der Familien. Denn neben Spielzeug, Musikplayern und Sportzubehör gehören auch immer wieder praktische Dinge wie Kleidung und Bettwäsche zu den Wünschen. Manchmal sind die Wunschzettel schwer zu lesen oder die Artikel schwer zu finden, aber die Schenker sind mit vollem Einsatz dabei.

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