Vom FSJler organisiert

Satter Sound überzeugt beim Konzertabend im DoG

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Die Bigband des Domgymnasiums unter der Leitung von Michael Spöring (links) demonstrierte cool und in bewährter Weise ihr Können beim gemeinsamen Konzert mit der Band aus Dessau in der Aula.

Verden - Wieder einmal Bigband-Sound der allerersten Klasse gab es von zwei Jugendgruppen in der Aula des Verdener Domgymnasiums zu hören. Begeistert war das Publikum, das mit viel Applaus die Leistungen der jungen Musiker der Bands aus Dessau und Verden honorierten.

Organisiert wurde der Konzertabend vom 19-jährigen Valentin Karisch aus Dessau-Roßlau als Projekt im Rahmen seines freiwilligen sozialen Jahres (FSJ) am Domgymnasium. Nach dem Abitur hatte sich Karisch auf die Stelle des FSJ-Kultur beworben und in dieser Funktion in guter Tradition ein besonderes Projekt eigenständig organisiert. Er realisierte seine Idee eines gemeinsamen Auftritts des Junior Jazz Orchestra Dessau und der Bigband des Domgymnasiums unter dem Titel „River Jazz – Jugendbigband-Austausch Aller-Elbe“ in Verden und im April in Dessau.

Dabei musste sich Karisch nach Abschluss der Vorbereitungen kurz vor dem Konzert noch einer besonderen Herausforderung stellen. Denn aus Dessau kam die Nachricht, dass mehrere Musiker erkrankt seien und somit auf keinen Fall mit nach Verden kommen könnten. 

Der FSJler nahm sich selbst in die Pflicht und organisierte Krankheitsvertretungen aus den Reihen der Bigband des Domgymnasiums. Unter anderem war der Bereich von Schlagzeug und Percussion von Verdenern zu besetzen. Auch Justus Wahlers, in der Position FSJ-Kultur der Vorgänger von Karisch, ließ sich von diesem musikalischen Beistand überzeugen.

Intensive Proben im Vorfeld

Die Zeit nach der Ankunft in Verden und dem Konzertbeginn nutzten das unter der Leitung von Lea Aimée Sophie Tullenaar stehende Ensemble und die Vertretungskräfte aus Verden zu gemeinsamen und intensiven Proben, auch zusammen mit der Bigband des Domgymnasiums. Dank einer professionellen Einstellung und des hohen musikalischen Könnens aller Beteiligten imponierte das so neu formierte Ensemble die Besucher.

Bereits von den ersten Takten an sprang der Funke, den beide Bands mit ihrer exzellenten Spielfreude und disziplinierten Virtuosität zündeten, auf das Publikum über. Mit Leidenschaft und Engagement präsentierten die Bands die Jazzstandards im Bigband-Sound. 

Geprägt war das Programm durch eine breite Stilvielfalt, vom gemeinsam als Konzertauftakt intonierten Rocktitel „25 or 6 to 4“ der Band Chicago bis hin zu Swing-Klassikern wie „In the Mood“, gespielt vom Junior Jazz Orchestra Dessau, welches 2014 durch einen Personalwechsel an der Musikschule „Kurt Weill“ neu als Nachfolge der „Jugendbigband Anhalt“ gegründet worden war.

Mit Funk-Rhythmen begeistert

Diese Formation begeisterte auch mit Funk-Rhythmen wie Quincy Jones‘ „Soul Bossa Nova“ und spielte mit dem Klassiker „Birdland“ auch einen Titel aus den Anfängen der DoG-Bigband von vor mehr als 30 Jahren. Imponierend waren beim Dessauer Ensemble auch die Soli, die mit viel Beifall honoriert wurden. 

Die Bigband des Domgymnasiums unter der Leitung von Michael Spöring demonstrierte cool und in bewährter Weise ihr Können und riss das Publikum mit ihrem semi-professionellen Können sowie dem satten flexiblen Bigband-Sound ebenfalls zu begeistertem Beifall hin; so unter anderem mit „Don‘t cry for me Argentina“ oder auch „Jumpin‘ at the Woodside“.

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