Drei neue Häuser mit 49 Wohneinheiten

Lauter Weckruf für das Sandbergviertel in Verden

Blick in das Sandbergviertel aus der Oberen Straße.
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Blick in das Sandbergviertel aus der Oberen Straße. Auf dem Gelände sollen 49 Wohneinheiten entstehen.

Verden – Das Sandbergviertel im Kern der Verdener Innenstadt liegt seit Jahrzehnten im Dornröschenschlaf. Doch nun wird das Viertel wachgeküsst. Auf dem brachliegenden Gelände, im Rücken von Obere Straße/Ostertorstraße, soll das Leben zurückkehren. Drei neue Gebäude, dazu die Sanierung einer alten ehemaligen Kirche sollen Platz für Wohnungen bieten. Bauen will das Unternehmen V&V-Hesse GbR nach den Plänen des Verdener Architekturbüros Tollé. Im städtischen Ausschuss für Stadtentwicklung werden die Pläne heute vorgestellt.

Verdener Sandbergviertel aus dem Dornröschenschlaf holen

Ein provisorischer Parkplatz, Autofahrer, die sich redlich Mühe geben, ihre Fahrzeuge in Reih und Glied zu stellen, Gras, das in den Ecken wächst, so sieht es auf dem Areal derzeit aus. Das Gelände stadtnah, im Schatten der Fußgängerzone und damit hochattraktiv, wartet förmlich darauf, bewohnt zu werden.

Was der Investor auf dem Grundstück hochziehen will, kann sich vom Umfangher sehen lassen. In drei Neubauten sollen zunächst circa 49 Wohneinheiten entstehen. Geplant ist im südlichen Anschluss an das fünfstöckige Bestandsgebäude Obere Straße 3, wo unter anderem die DAK ihre Büros hat, fünf Vollgeschosse zu setzen. Die beiden weiteren Gebäude sollen, passend zum angrenzenden Umfeld, dreigeschossig werden. „Die genaue Höhenentwicklung wird im Zuge des Bebauungsplanverfahrens geklärt“, heißt es dazu von der Verwaltung.

Zufahrt von der Oberen Straße in das Quartier.

18 Wohnungen in der ehemaligen Nikolaikirche geplant

Doch damit nicht genug: Neues Leben wollen die Investoren auch der ehemaligen Nikolaikirche, mitten auf dem Gelände, einhauchen. Platz für circa 18 Wohneinheiten sei in dem Haus, so die Planer. Und auch das Drumherum soll besser, schöner, ordentlicher werden. Angedacht ist mit den Neubauten zugleich eine grundlegende Strukturierung des gesamten Bereichs. Die verbleibenden Freiräume zwischen den Häusern sollen für Parkplätze geordnet und aufgewertet werden, so die Idee.

Der geltende Bebauungsplan muss angepasst werden

Noch gibt es aber Hürden: Nach jetzigem Stand müsste für das anspruchsvolle Gesamtprojekt der geltende Bebauungsplan angepasst werden, schreibt die Stadtverwaltung in ihrer Vorlage. Aufgrund des Umfeldes in zentraler Innenstadtlage eignen sich die Flächen zwar für eine intensivere bauliche Ausnutzung zu Gunsten der Wohnentwicklung, heißt es weiter. In den bisherigen Festsetzungen ist die gewünschte Bebauung innerhalb des Geltungsbereiches allerdings mit kleinteilig auf maximal zwei beziehungsweise drei Vollgeschosse begrenzt. Zugelassen sind dagegen Tiefgarage sowie Verkehrsflächen mit besonderen Zweckbestimmungen, darunter „Anliegerstraße, verkehrsberuhigt“, „öffentliche Parkflächen“ sowie „Fußgängerbereich“.

V&V Hesse bebaut das circa 5 000 Quadratmeter große Gelände

Entwickeln und bebauen will das Unternehmen V&V Hesse das circa 5 000 Quadratmeter große Gelände mit einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan. Dazu gehören ein Durchführungsvertrag über das Vorhaben, inklusive Bau der Erschließungsmaßnahmen. Außerdem will der Investor sämtliche dafür nötigen Planungskosten tragen.

Seitens der Verwaltung gibt es keine Bedenken

Seitens der Verwaltung gibt es keine Bedenken gegen das Projekt in dem „urban geprägten Umfeld“. Das Plangebiet werde im Flächennutzungsplan durch die Darstellung von Wohnbauflächen erfasst. Die angestrebte Planung könnte entsprechend entwickelt werden. Die Verantwortlichen schlagen daher eine Änderung des geltenden Planrechts und dafür die Einleitung eines Bauleitplanverfahrens vor, heißt es abschließend. Dann wäre der Weg frei für das „Sandbergquartier-Nikolaikirche“.

Verdener Ausschuss für Stadtentwicklung hat in seiner Sitzung am Mittwoch im Rathaus das Wort

Der Ausschuss für Stadtentwicklung hat in seiner Sitzung am Mittwoch im Rathaus das Wort. Er tagt ab 17.30 Uhr in einer Online-Konferenz. Danach geht die Vorlage zur Abstimmung in den städtischen Verwaltungsausschuss.

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