Sakrale Meisterwerke

Musikfest Bremen mit Beethoven und Berlioz im Verdener Dom zu Gast

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Dirigent Jérémie Rhorer kommt mit Frühwerken von Beethoven und Berlioz nach Verden.

Verden - Seit vielen Jahren ist das Bremer Musikfest in Verden zu Gast. Immer sind es herausragende Aufführungen im Dom, die in Norddeutschland ihresgleichen suchen. Das ist auch beim 28. Festival der Hansestadt so. Mit sakralen Meisterwerken von Beethoven und Berlioz sind am 30. August, 20 Uhr, Jérémie Rhorer und Le Cercle de l’Harmonie zu erleben.

In seinem 28. Jahr macht das Musikfest Bremen im Rahmen seiner Gastspiele in der Region in Verden ein weiteres Mal Station. Das Festival präsentiert mit Unterstützung der EWE diesmal hochkarätige Künstler aus Frankreich: und sein auf historischen Instrumenten spielendes Orchester Le Cercle de l’Harmonie sowie die Vokalakademie Berlin. Als Gesangssolisten werden Vannina Santoni (Sopran), Daniel Behle (Tenor) und Jean-Sébastien Bou (Bariton) auftreten. Sie bringen zwei klanggewaltige Frühwerke von Ludwig van Beethoven und Hector Berlioz zur Aufführung: „Christus am Ölberge“ und die Messe Solennelle. „Christus am Ölberge“ ist Beethovens einziges Oratorium, das der Komponist 1803 in Wien schrieb.

Le Cercle de l’Harmonie ist bekannt für seine Spritzigkeit, Finesse und den dramatischen Zugriff auf die Musik.

Das Werk entstand für das Theater an der Wien, das Beethoven zum Hauskomponisten ernannt hatte und in dem während der Fastenzeit ein Aufführungsverbot von Opern herrschte. Gleichwohl, oder vielleicht auch deswegen trägt „Christus am Ölberge“ starke opernhafte Züge. „Die Musik versetzt den Hörer in die gegensätzlichen Empfindungen von Angst, Schrecken, Zorn und Jubel“, verspricht eine Pressemitteilung der Festivalorganisation. Heute stehe das Oratorium zu Unrecht im Schatten berühmterer Werke des Komponisten, zu Lebzeiten sei es jedoch einer der wenigen Erfolge gewesen, die ihm beim Publikum vergönnt waren.

Komponist zerstörte sein eigenes Werk

Hector Berlioz wiederum hatte das Manuskript seiner 1825 uraufgeführten Messe Solennelle wenige Jahre später nach eigenen Angaben selbst vernichtet – bis eine Kopie der Partitur 1991 in einer Antwerpener Kirche wiederentdeckt wurde. Und was stellte die Fachwelt fest? Die Musik ist effektvoll, bisweilen von mitreißender Energie, und für spätere Werke wie die „Symphonie fantastique“, die Oper „Benvenuto Cellini“ oder das Requiem hat Berlioz durchaus Elemente aus ihr weiterverwertet. Hatte der Komponist etwa übereilt seine Messe allzu selbstkritisch als Jugendwerk verworfen?

„Jérémie Rhorer und sein Orchester sind bekannt dafür, mit Spritzigkeit, Finesse und dramatischem Zugriff einen Sog voll emotionaler Wucht zu entfachen – beste Voraussetzungen dafür, zwei heute eher nur selten zu hörende frühe Meisterwerke zweier großer Komponisten in einer mustergültigen Wiedergabe im Dom zu Verden erleben zu können.“

Bis zum Sonnabend, 22. April, gilt ein Frühbucher-Rabatt von 15 Prozent auf alle Karten in den regulären Preiskategorien. Karten sind erhältlich in allen bekannten Nordwest-Ticket-Vorverkaufsstellen wie der Verdener Aller-Zeitung sowie auf der Homepage des Musikfestes Bremen.

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