Stadt Verden erprobt neues Verfahren / Schwieriger Standort rund um Brunnen

Säcke als Bewässerungshilfe

Die Bäume an der so genannten Beamtentränke wurden mit Wassersäcken ausgestattet.
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Die Bäume an der so genannten Beamtentränke wurden mit Wassersäcken ausgestattet.

Verden – „Wer an heißen Tagen einen oder mehrere Eimer Wasser übrig hat, der darf damit gerne die Straßenbäume und Büsche vor dem Haus oder in der Straße gießen“, sagt Silke Schwarz, vom Fachbereich V „Straßen und Stadtgrün“ bei der Stadt Verden. Die öffentlichen Grünanpflanzungen seien in trockenen Phasen schließlich auch durstig und könnten trotz regelmäßigen Gießens durch Mitarbeiter des städtischen Betriebshofs jeden zusätzlichen Tropfen gebrauchen.

An den Bäumen rund um die sogenannte Beamtentränke am Carl-Hatzky-Weg in Verden wird jetzt erstmals ein alternatives Verfahren erprobt: Es wurden so genannte Bewässerungssäcke mit Reißverschlüssen an den Bäumen aufgestellt. Laut Schwarz werden die Säcke ein- bis zweimal wöchentlich mit Wasser aufgefüllt und geben dann über winzige Löcher nach und nach das Wasser ab, damit die Bäume den mit dem Standort verbundenen Schwierigkeiten trotzen und Trockenperioden besser überstehen.

„Es dauert ungefähr fünf bis acht Stunden bis die 60 Liter durchgesickert sind“, erklärt Schwarz. Es sei zunächst ein Versuch und auch nicht beabsichtigt, an sämtlichen Straßenbäumen Bewässerungssäcke anzubringen, erklärt sie. Für die Bäume rund um den Brunnen sei diese Lösung aber durchaus geeignet. „Es ist ein sehr schwieriger Standort, da die Baumwurzeln – es handelt sich hier um die Baumarten Pflaumenblättriger Weißdorn und Apfeldorn – von einer verdichteten Oberfläche umgeben sind, sodass die Baumwurzeln zu wenig Wasser bekommen.“ Schwarz: „Daher mussten schon mehrmals Bäume ausgetauscht werden. Das ist übrigens auch im Herbst wieder der Fall.“

Besondere Aufmerksamkeit genießen die jüngeren Bäume, die noch nicht ausreichend Wurzeln ausgebildet habe. „Wir wollen das Grün schließlich gut über den Sommer bringen“, sagt sie und dass man hinsichtlich von Ersatzpflanzungen über alternative Baumarten nachdenken müsse, die mit dem sich verändernden Klima besser zurechtkämen.  nie

60 Liter Wasser brauchen dank des Wassersacks fünf bis acht Stunden, bis sie durchgesickert sind.

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