Ja zu Planungsmitteln für mögliche Erweiterung

Am Sachsenhain fehlen drei Klassenräume

Verden - Kaum erweitert, ist die Grundschule am Sachsenhain schon wieder zu klein. Es fehlen drei Klassenräume, musste der Schulausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch zur Kenntnis nehmen.

Im Frühjahr war die Einweihung von Mensa, Differenzierungs- und Materialräumen sowie von Zimmern für Schulleitung und Kollegium gefeiert worden. Die Investition war nötig gewesen, um die 50 Jahre alte Schule fit zu machen für den Ganztagsbetrieb.

Mit Beginn des neuen Schuljahrs wird nun jeder Jahrgang vierzügig geführt. Und das wird Prognosen zufolge auch mindestens bis 2021 so bleiben. Für die 16 Klassen stehen aber nur 13 Unterrichtsräume zur Verfügung. So funktionierte die Schulleitung Musik-, PC- und Technikraum um. Das soll aber kein Dauerzustand bleiben.

Und so befürwortete der Schulausschuss einmütig, im 2018er-Haushalt 35. 000 Euro vorzusehen für eine Erweiterungsplanung. Hier sei die „Anschaffung von mobilen Klassenräumen nach dem Vorbild der Kita Hönisch“ genauso eine Option wie die Verlegung von Kunst- oder Werkräumen in neu gebaute Pavillons, so die Ideen der Verwaltung.

Allerdings forderte der Schulausschuss eine Verpflichtungsermächtigung für das Geld, soll heißen: Die endgültige Freigabe der Mittel erfolgt erst nach entsprechendem politischen Beschluss. Damit hielt sich das Gremium die Möglichkeit offen, die Summe gegebenenfalls für Planungen an einer anderen Grundschule einzusetzen.

In der Beschlussvorlage hatte die Stadtverwaltung von einer Änderung der Schuleinzugsgebiete abgeraten. Auch an den anderen vier Grundschulen gebe es keine freien Plätze, Kinder aus einer Familie müssten vermutlich auf verschiedene Schulen gehen und der Landkreis als dessen Träger müssten einen doppelten Schulbusverkehr organisieren, so die Begründung. Zudem verfüge man am Sachsenhain über ein großes Gelände, was einen Ausbau hier am einfachsten mache.

So ganz wollte der Ausschuss den Gedanken an neu zugeschnittene Schulbezirke aber nicht verwerfen. Olaf Kluckhuhn (CDU) brachte das Thema aufs Tapet und erhielt schnell Unterstützung von den anderen Ausschussmitgliedern. Man solle sich die Einzugsgebiete anschauen, „damit nicht eine Schule übermäßig groß wird“, sagte Jutta Sodys (SPD). Und Anja König (CDU) wollte „alle Schulen noch einmal in den Blick nehmen, damit wir keinen Schnellschuss hier und Schnellschuss da haben“.

Schließlich bat der Ausschuss die Verwaltung darum, bis zur nächsten Sitzung eine Karte zu erarbeiten, der nicht nur die jeweiligen Schulbezirke zu entnehmen sind, sondern auch aktuelle Zahlen und Prognosen zu den Schülerzahlen.  kp

Rubriklistenbild: © dpa

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