Jetzt Chefin von 180 Kollegen

Sabine Mandel übernimmt in Verden den Fachbereich Bildung und Kultur

Bürgermeister Lutz Brockmann bezeichnete es als Glücksfall, dass Sabine Mandel den städtischen Fachbereich Bildung und Kultur bereits gut kennt.
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Bürgermeister Lutz Brockmann bezeichnete es als Glücksfall, dass Sabine Mandel den städtischen Fachbereich Bildung und Kultur bereits gut kennt.

Verden - Das lässt sich wohl leicht und locker als Karrieresprung erster Ordnung beschreiben. Sabine Mandel (54) ist neue Fachbereichsleiterin bei der Stadt Verden. Sie hat am 1. Juni die Abteilung Bildung und Kultur übernommen und ist zugleich Nachfolgerin des Ende März ausgeschiedenen Hans-Jürgen Bohling.

Den Fachbereich vier kennt Sabine Mandel bereits wie ihre Westentasche. 1992 trat sie bereits in die Dienste der Stadt ein, damals als Diplom-Sozialpädagogin für den Aufbau des Bürgertreffs Verden-Ost. Die Stelle war seinerzeit in der Zeitung ausgeschrieben worden, immerhin zehn Jahre hat Sabine Mandel eine Menge in Sachen Wohnumfeldverbesserung getan.

Herausforderung: Sparen

Das Studium an den Unis Göttingen und Kassel kam ihr auch zugute, als sie ab 2003 die Bildungsarbeit koordinieren durfte. Auch diese Tätigkeit blieb nicht ohne Folgen, kamen doch schnell die Produkte Integration und Inklusion hinzu. Als dann die Fachbereichsleitung ausgeschrieben wurde, zögerte Sabine Mandel nicht lange. Im Auswahlverfahren setzte sie sich gegen mehr als 20 Mitbewerber durch. Der entsprechende Beschluss im Verwaltungsausschuss fiel einstimmig aus.

Offenbar hatte Sabine Mandel schon vorher überzeugt. Die Tatsache, dass sie die Stadtverwaltung im sozialen Bereich hervorragend kennt, war ein Vorteil. Das gilt sowohl für die Arbeit an sich wie auch für die rund 180 Kollegen und Kolleginnen, deren Vorgesetzte sie nun ist. Egal, ob Schulpolitik oder Bibliothek und Museen, egal, ob Kultur- und Sportförderung, egal, ob Gemeinwesenarbeit oder der gesamte Kitabereich, Sabine Mandel wird überall ihre Frau stehen.

Eigene Akzente setzen - nicht nur in Fußstapfen treten

Bürgermeister Lutz Brockmann brachte es gestern bei der Vorstellung auf den Punkt: Die neue Fachbereichsleiterin stehe ab sofort in der Öffentlichkeit. „Bohling habe ich sehr geschätzt, aber in seine Fußstapfen möchte ich nicht treten. Ich möchte eigene Akzente setzen.“ An Selbstbewusstsein scheint es ihr nicht zu mangeln, zumal es eine Vielzahl an neuen Herausforderungen gibt. Der Bürgermeister dazu: „Sabine Mandel bringt viel Fachwissen mit.“ Es sei ein Glücksfall, dass sie bereits viele Aspekte ihres Fachbereiches kenne.

Immerhin hat Sabine Mandel einen Fachbereich mit einem Budget von rund 14 Millionen Euro, darunter eine Menge Personalkosten, zu verantworten. Und die Angesprochene hat offenbar schon verstanden, woher der Wind künftig weht: „Eine meiner Herausforderungen ist das Sparen.“ Die neuen Kitas, das Mehrgenerationenhaus Verden-Ost sowie die Integration der Menschen, die nach Verden gekommen seien, bezeichnete die 54-Jährige als weitere Zukunftsprojekte.

Und noch etwas vollkommen Neues hat Sabine Mandel am kommenden Sonnabend zu bewältigen: Den Domweihumzug, den sie an der Spitze zusammen mit den anderen Fachbereichsleitern und den Mitgliedern des Verdener Stadtrates in den Mittagsstunden durch die Innenstadt zu begleiten hat.

koy

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