„Karitativer Samstag“ in der Innenstadt

Rundum versorgt mit Keks und Schmalzbrot

Süß und knusprig Die Zontas Silke Ahrens, Regine Meyer-Bolte, Anita Freitag-Meyer und Dagmar Krüger (v.l.) brachten 1 000 Tüten mit Keksen an den Mann und die Frau. - Fotos: Niemann
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Süß und knusprig Die Zontas Silke Ahrens, Regine Meyer-Bolte, Anita Freitag-Meyer und Dagmar Krüger (v.l.) brachten 1 000 Tüten mit Keksen an den Mann und die Frau.

Verden - Als hätten sie sich abgesprochen... Gleich drei Verdener Service-Clubs hatten sich am Wochenende auf den Weg in die Innenstadt gemacht, um dort an ihren Ständen Schönes oder Leckeres zu verkaufen und so Gelder für ihre Projekte einzunehem. Auf diese Weise geriet der Tag vor dem zweiten Advent zum „karitativen Samstag“.

Erwärmen für einen guten Zweck: Einmal jährlich werden die „Punschverkäufer“ und „Brotbäcker“ vom Lions-Club Verden aktiv. Dann bauen sie in der Fußgängerzone ihren „Saftladen“ auf, schaffen einen Ofen in die City, kochen Fliederbeerpunsch, backen auf Buchenholz leckere Vollkornbrote und bestreichen sie mit Schmalz.

Der köstliche Saft floss auch diesmal in Strömen und fand guten Absatz, zumal Passanten kaum eine Chance hatten, den Verkaufsstand des Clubs „unbeschadet“ zu passieren. „Fliederbeerpunsch ist gesund, er belebt die Lebensgeister“, warben die Mitglieder vollmundig.

Nutznießer des „Saftladens“ waren bereits die Verdener Partnerstadt Havelberg, notleidende Menschen aus der Region oder das örtliche Frauenhaus. In diesem Jahr werden wieder bedürftige Familien und deren Kinder zu Weihnachten eine finanzielle Unterstützung durch den Lions-Club erfahren.

Rotarier als Mistel-Boten: Helmut Oltmanns, Eberhard Boeck, Detlef Buschmann, Christian Piechot und Heinrich Klopp (v.l.) verkauften die frisch in der Normandie geschnittenen Zweige in der Fußgängerzone.

Überaus erfolgreich, so der Tenor der Clubmitglieder, verlaufe auch die aktuelle Kalenderaktion, deren Erlös ebenfalls für regionale gemeinnützige Projekte gestiftet wird. Und so waren sich die Lions-Herren einig: „Es ist die sinnvollste Art, einen guten Weihnachtspunsch zu genießen.“

Auf eine lange Tradition können auch Verdenes Rotarier beim ihrem Mistel-Verkauf verweisen. Jetzt besuchten Freunde aus der französischen Rotarier-Partnerstadt Flers die Verdener wieder, im Gepäck frisch geschnittene Mistelzweige aus der Normandie. Mit dem Verkaufserlös will der hiesige Rotary-Club das Projekt „Wehr dich!“ an den Grundschulen Jahnschule und Lönsweg unterstützen.

Rotarier als Mistel-Boten: Helmut Oltmanns, Eberhard Boeck, Detlef Buschmann, Christian Piechot und Heinrich Klopp (v.l.) verkauften die frisch in der Normandie geschnittenen Zweige in der Fußgängerzone.

Beide Schulen möchten die Aktion in ihrem Präventionskonzept verankern und damit einen weiteren Baustein im Bereich „Soziales Lernen auf dem Bildungsweg“ schaffen. „Wehr dich“ wird bereits seit einigen Jahren in Grundschulen der benachbarten Kommunen erfolgreich durchgeführt. Nun regten Eltern an, es auch an Verdener Grundschulen zu etablieren.

Selbstbewusstsein, „sich seiner selbst bewusst sein“, so die örtlichen Rotarier, sei Kerngedanke fast aller erfolgreichen Präventionsprogramme. Selbstbewusste Kinder zeigten eine spürbar höhere Sozialkompetenz und wären weniger anfällig für Mobbing oder den Konsum von Drogen.

„Die Kinder lernen, nein zu sagen“, hieß es. Daher begrüße auch der Präventionsrat Verden die Einführung des Programms an den Verdener Grundschulen und werde die nachhaltige Umsetzung unterstützen.

Die Spende – in den vergangenen Jahren waren es immer zwischen 1 500 und 2 000 Euro – solle dazu beitragen, ein solides Fundament für die Einführung des Präventionsbausteins zu schaffen.

Beim „karitativen Samstag“ auf dem Verdener Weihnachtsmarkt, waren auch Frauen vom Zonta Club Verden aktiv und haben ihren bereits traditionellen Keksverkauf durchgeführt. Die Verdener Keksfabrik Hans Freitag hatte für die Aktion wieder 1 000 Keksbeutel und bunte Dosen gespendet, die diesmal zugunsten des Sprachencafés der katholischen Kirchengemeinde St. Josef in Verden verkauft wurden. Natürlich durften die Kekse vor Ort auch probiert werden.

Die Aktion, so Anita Freitag-Meyer, werde bereits zum zehnten Mal durchgeführt und sie habe bislang jedes Jahr eine Spendensumme über rund 1 500 Euro eingebracht.

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