Standort maßgeblich geprägt 

Präsident Dr. Rüdiger Lengtat verabschiedet

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Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz mit dem scheidenden Präsidenten des Landgerichts Verden, Dr. Rüdiger Lengtat (r.), und dessem Nachfolger, Dr. Gerhard Otto.

Verden - Mit einer Feierstunde im Kreistagssaal wurde Dienstag der langjährige Präsident des Landgerichts Verden, Dr. Rüdiger Lengtat, verabschiedet. Gleichzeitig wurde sein Nachfolger, der bisherige Vizepräsident, Dr. Gerhard Otto, offiziell in sein neues Amt eingeführt. Viele Gäste aus Justiz, Politik und Wirtschaft nahmen an der Feier teil.

Der Vorsitzende Richter am Landgericht sowie Vorsitzende des örtlichen Richterrats, Joachim Grebe, begrüßte die Gäste. Lengtat habe 18 Jahre lang die Geschicke des Bezirks gelenkt, da könne man schon von einer Ära sprechen, sagte er.

Geboren wurde Dr. Rüdiger Lengtat in Braunschweig. Seine juristischen Staatsexamina legte er an der Universität Hamburg ab. Nach Niedersachsen kam er 1985 als Richter auf Probe in Stade. Zum Richter ernannt wurde er 1987. 1992 wurde Lengtat Richter am Oberlandesgericht Celle und im September 1999 schließlich Präsident des Landgerichts Verden. „Seit 2010 das neue Gesetz zur Mitbestimmung der Richter in Kraft trat, hatten wir viel miteinander zu tun“, so Grebe. Die Zusammenarbeit sei immer unkompliziert und vertrauensvoll gewesen. Er sei sicher, dass es mit dem neuen Präsidenten nicht anders sein wird.

Auch Niedersachsens Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz war gekommen. An Lengtat gewandt sagte sie, er habe sich im Laufe der Zeit den Titel „Feuerwehrmann“ verdient, da er an vier unterschiedlichen Gerichten im Einsatz war. Dieses zeige ein hohes Maß an Belastbarkeit. Als weitere Eigenschaften Lengtats nannte Niewisch-Lennartz Teamfähigkeit, Kompetenz sowie die Fähigkeit, bei Gesprächen stets den richtigen Ton zu treffen. In seiner Personalakte sei ihm zudem „freudige Mitarbeit bei der Aufarbeitung von Rückständen“ bescheinigt worden. Ausdrücklich dankte sie dem scheidenden Präsidenten für seinen Einsatz.

Gericht in beste Hände gelegt

Zu seinem Nachfolger Dr. Gerhard Otto sagte die Ministerin, sie wisse, dass das Gericht in beste Hände gelegt worden sei. Seit 2014 ist Otto Vizepräsident am Verdener Landgericht. Davor war er Oberrichter an den Amtsgerichten in Verden, Rotenburg, Osterholz-Scharmbeck und Walsrode. Otto habe sich nicht von Beginn an der Justiz verschrieben. Nach seiner einstufigen Juristenausbildung in Hannover habe er sich zunächst an den Universitäten „getummelt“ und eine Dissertation zum Europarecht geschrieben. Von 1988 bis 1998 habe er in der Wirtschaft gearbeitet. Ans Gericht kam er, weil er nach der Geburt seiner Tochter flexibler arbeiten wollte. Niewisch-Lennartz bescheinigte Otto ein „modernes Verhältnis zu Beruf und Familie.“ Gerade weil er nicht nur in der Justiz tätig war, sei er ein Gewinn für diese.

Weitere Grußworte sprachen der Vizepräsident des Oberlandesgerichts, Andreas Scholz, die Vorsitzende des Personalrats, Martina Rater, die Gleichstellungsbeauftragte Elke Kehlbeck, die Leitende Oberstaatsanwältin Angelika Gresel-Appelbaum, Landrat Peter Bohlmann, Bürgermeister Lutz Brockmann sowie der Vorsitzende des Verdener Anwaltsvereins, Dr. Detlev Heise. Alle lobten die gute Zusammenarbeit mit Lengtat und zeigten sich überzeugt, dass diese mit seinem Nachfolger fortgesetzt wird. Lengtat bedankte sich bei allen, die ihn begleitet und unterstützt haben. In seiner Amtszeit sei vieles getan und vieles bewegt worden. Er wünschte seinem Nachfolger viel Erfolg.

Auch Otto bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit Lengtat. Er bezeichnete seine Tätigkeit als „Traumjob“ mit kooperativer und konstruktiver Zusammenarbeit auf allen Ebenen.

ahk

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