Schulausschuss erwartet Baumaßnahmen

Rückkehr zu G9 fordert mehr Unterrichtsräume im Südkreis

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Am Domgymnasium in Verden werden mehr Räume gebraucht.

Verden - „Der Landkreis Verden wird 20-zügig.“ Dass mit der Rückkehr zum Abitur in Klasse 13 (G9) der Raumbedarf an den Gymnasien im Landkreis Verden wächst, war zu erwarten. Der Fachbereich im Kreishaus versucht jetzt zu ermitteln, wo noch bis 2021 Unterrichtsräume geschaffen werden müssen.

Eigentlich sei nur Bedarf an den beiden Verdener Gymnasien, fasste Landrat Peter Bohlmann im Schulausschuss zusammen. Aber der sei so groß, dass noch nicht abzusehen sei, ob man die Probleme mit Erweiterungsbauten lösen kann.

„Wenn die Investitionen im Südkreis zehn Millionen Euro übersteigen, muss man möglicherweise ganz neu überlegen“, meinte Bohlmann. Prognosen zur Bevölkerungs- und Schülerzahlentwicklung ließen erwarten, dass kreisweit 20 Klassen pro Jahrgangsstufe im gymnasialen Angebot zu erwarten seien. 

Immer unter der Voraussetzung, dass es bei der Übergangsquote von den Grundschulen bei einem Anteil von 40 bis 50 Prozent bleibt. Dabei habe die Erfahrung gelehrt, dass genaue Vorhersagen nicht verlässlich seien. „Wir sind immer in der Nähe der Kaffeesatzleserei“, plädierte Bohlmann für einen vorsichtigen Umgang mit den Zahlen.

Bedarf teilt sich gleichmäßig auf

Der gesamte Bedarf im Kreisgebiet teilt sich in Nord- und Südkreis relativ gleichmäßig auf. In Achim seien aber spätestens mit dem Erweiterungsbau am Gamma keine Engpässe mehr zu erwarten. Das Gymnasium ist dreizügig, und in Ottersberg sei das Angebot zweizügig. Auch am Cato Bontjes van Beek-Gymnasium seien genügend Raumkapazitäten vorhanden, um eine Fünf- oder sogar Sechszügigkeit bewerkstelligen zu können.

Probleme tun sich in der Kreisstadt Verden auf. Acht Räume würden am Wall- und Domgymnasium nötig. Nach ersten Gesprächen habe sich gezeigt, dass eine Erweiterung am Gymnasium am Wall in einem Investitionsrahmen von 2,5 bis 3 Millionen Euro denkbar wären. 

Richtig schwierig erweise sich aber, eine sinnvolle Erweiterung am teilweise denkmalgeschützten Dog zu planen. An eine Aufgabe der Außenstelle Pestalozzischule jedenfalls, die vor Jahren noch vorgesehen war, sei heute bereits nicht mehr zu denken. In seinem Bericht deutete Bohlmann dem Kreistagsgremium die Möglichkeit von mehreren kleinen Lösungen an.

Schulen gemeinsam betrachten

Auf jeden Fall schlug der Landrat vor, die beiden nur wenige Meter von einander entfernten Schulen gemeinsam zu betrachten. Und die Zeit drängt. Dr. Jörg Peters, Vertreter der Lehrkräfte der allgemeinbildenden Schulen, erinnerte daran, dass die Spitze der derzeit wachsenden Schülerzahlen 2021 erreicht werde. 

Das Jahr, in dem auch zum ersten Mal wieder der 13. Jahrgang sein Abitur anstreben will. „Das werden dann auf den Schlag etwa 350 Schüler mehr“, ist sich Bohlmann bewusst.

Mehr Klarheit über die Lösung des Raumbedarfs am Domgymnasium erhoffen sich die Schulpolitiker von einer Sitzung in der Schule. Bis zum Herbst soll die Marschrichtung feststehen.

kle

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