Podiumsdiskussion für Wähler mit Behinderung

Mit roter Karte für die einfache Sprache

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Mariska Jaletzky und Martin Schwarz-Lübben (von rechts) sowie Maren Bowe-Bömeke und Ole Asmussen kümmern sich darum, die Veranstaltung vorzubereiten. 

Landkreis - Mit Blick auf die Bundestagswahl am 24. September gibt es in Rotenburg eine besondere Podiumsdiskussion. Die Offenen Hilfen der Lebenshilfe Rotenburg-Verden, das Beratungszentrum der Rotenburger Werke und die Gesellschaft für soziale Hilfen (GESO) laden zu dem Abend ein.

Die Informationsveranstaltung richtet sich an Menschen mit Behinderung, ihre Angehörigen, Freunde, gesetzliche Betreuerinnen und Betreuer sowie alle weiteren Interessierten. Gebärdendolmetscher sind vor Ort und die Politiker werden zu kurzen und klaren Antworten aufgefordert. Wenn nicht, hebt der Moderator die rote Karte und signalisiert damit: „Stopp! Einfache Sprache bitte!“

In Rotenburg startet die Diskussionsrunde im Rathaus am Pferdemarkt am Mittwoch, 6. September, um 19 Uhr. Das Podium setzt sich aus Kathrin Rösel (CDU), Lars Klingbeil (SPD), Ellen Gause (Bündnis 90/Die Grünen), Hendrik Jürgens (FDP), Günter Scheunemann (Freie Wähler) und Agnes Hasenjäger (Die Linke) zusammen.

Mariska Jaletzky und Martin Schwarz-Lübben von den Offenen Hilfen, Ole Asmussen von den Rotenburger Werken und GESO-Vertreterin Maren Bowe-Bömeke bereiten den Abend vor. Auf was können sich die Politiker, Politikerinnen und Besucher einstellen? „Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Gäste sich nicht an vorgegebene Themen halten. Da wird fröhlich durcheinander gefragt. Diese Struktur wollen wir aufrechterhalten, sodass ein bunter Mix entsteht“, erklärt Moderator Henrik Pröhl.

Die Kandidaten sollen deutlich machen, warum sie gerade in ihrer Partei aktiv sind. „Es geht um klare Kernbotschaften. Vielleicht konfrontiere ich die Politiker auch mit Slogans ihrer Plakate“, so Pröhl. Und: „Die Kandidaten sollen sich deutlich voneinander unterscheiden. Sie werden getrennt an Stehtischen positioniert. Sind sie sich mal einig, sollen sie sichtbar zusammenstehen“, erklärt er. Am Ende entscheiden die Gäste, wer am ehesten überzeugt hat.

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