Rotarier spenden Lehrbücher für Flüchtlinge / Deutsch lernen im St.-Josef-Café

Sprache als Schlüssel zur Integration

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Mit den neuen Unterrichtsmaterialien fällt das Lehren und das Lernen gleich viel leichter. Darüber freuen sich Josef Putzer mit Ehefrau Christiane, Sarif und Khan, Barbara Duprée, Monika Trynogga, Adrian Giele und Dr. Christian Willmer (v.l.).

Verden - 70 Lehrbücher „Deutschkurs für Asylbewerber“ spendeten die Verdener Rotarier jetzt für das Sprachcafé in St. Josef. Damit kann der Deutschunterricht von den ehrenamtlichen Mitarbeitern nun viel effektiver gestaltet werden.

Die Lehrbücher sind genau auf die Situation der Flüchtlinge zugeschnitten und vermitteln alltagstaugliche Sprachkenntnisse. Entwickelt hat sie der Deutschkurs-Helferkreis aus dem schwäbischen Thannhausen. Zwölf lebens- und landeskundliche Themen auf 46 illustrierten Arbeitsblättern geben eine erste Orientierung, bei den Sprachkenntnissen geht es vorrangig um die mündliche Kommunikation.

„Es ist eine Herausforderung, mit den Flüchtlingen gut und empathisch umzugehen. Gerade die Sprache hat da eine Schlüsselfunktion“, so Dr. Christian Willmer, Vorstandsmitglied des Rotary Clubs Verden.

Seit dem 1. August des vergangenen Jahres wird in den Räumen der Propsteigemeinde St. Josef einmal im Monat das Nice-to-meet-you-Willkommenscafé für Flüchtlinge angeboten. Unterstützt wird diese Aktion von vielen Engagierten aus den christlichen Gemeinden, Integrationslotsen und Menschen aus Verden und Umgebung. Daraus hat sich das Sprachcafé entwickelt, das nun seit November 2014 zweimal wöchentlich stattfindet.

„Viele Flüchtlinge möchten möglichst schnell die deutsche Sprache erlernen“, weiß Adrian Giele, Projektmitarbeiter für das Netzwerk katholisches Familienzentrum St. Josef. „Unser Ziel ist die niederschwellige Sprachvermittlung und natürlich die Begegnung. Dadurch ergibt sich oft auch Begleitung im Alltag. Das ist ein Stück erfolgreiche Integration.“

Khan Z. hat das schon geschafft. Der junge Mann kam vor vier Jahren aus Afghanistan nach Deutschland. Mittlerweile hat er seinen Hauptschulabschluss in der Tasche und macht eine Ausbildung im Dachdeckerbetrieb Püllmann. Sarif S., ebenfalls aus Afghanistan ist erst seit kurzem hier. Auch er möchte nun so schnell wie möglich Deutsch lernen.

Barbara Duprée ist eine von rund rund 45 Ehrenamtlichen, die sich um die Flüchtlinge kümmern. „Wenn man diese Menschen kennen lernt, merkt man schnell, dass ganz tolle Leute dabei sind. Das ist eine Erfahrung, die alle Ehrenamtlichen machen.“

ahk

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