Politik berät bereits heute über Anlage in Klein Hutbergen / Entscheidung bis Ende Mai

Riesentempo für ersten Verdener Solarpark

Eine Hochspannungsleitung ist schon da: Die Fläche neben dem Hönischer Sportplatz, die als Standort für Photovoltaik im Gespräch ist. Foto: kra

Verden - Von Heinrich Kracke. In der Stadt Verden zeichnet sich ein erster Solarpark ab, und das gleich mit bemerkenswerten Ausmaßen. Der Bauunternehmer Detlef Buschmann plant direkt neben dem Sportplatz des SV Hönisch in Klein Hutbergen auf einer knapp dreieinhalb Hektar großen Fläche eine sogenannte aufgeständerte Photovoltaikanlage. Schon heute will sich Verdens Politik erstmals mit den Plänen beschäftigen. Und nicht unwahrscheinlich, dass für diese größte Anlage zum Sonnenanzapfen im südlichen Landkreis Verden schon bis zum Monatsende grünes Licht gegeben wird.

„Unsererseits besteht die Absicht, dass da bereits in diesem Jahr etwas zu sehen ist“, sagt Initiator Buschmann auf Nachfrage. Gedacht sei an Kollektorflächen mit einem Leistungsvermögen von rund 640 Kilowatt. Alles weitere hänge von den Entscheidungen im Rathaus ab. „Daran orientieren wir uns, das ist die Basis, auf der wir die Anlage konzipieren.“ Buschmann wird rasch zum Telefonhörer greifen können. Schon am heutigen Dienstag will der Ortsrat Döhlbergen/Hutbergen Stellung beziehen, am morgigen Mittwoch ist bereits der Ausschuss für Stadtentwicklung an der Reihe und noch vor Pfingsten berät abschließend der Verwaltungsausschuss. Dabei geht es zunächst mal nur um Grundsätzliches, um einen Aufstellungsbeschluss, mit dem dann Bebauungs- und Flächennutzungsplan angepasst werden sollen. Erst Anfang März waren die Solar-Pläne im Rathaus eingereicht worden.

Buschmann legt einen relativ konkreten Zeitplan vor. Bekenne sich die Politik zur Photovoltaik an dieser Stelle, wolle er einen Partner ins Boot holen, einen Investor. Vorgespräche habe er bereits mit den Stadtwerken geführt. Für den Bauunternehmer wäre es das größte Solarprojekt. Kleinere Anlagen auf Hausdächern habe er bereits mehrfach installiert.

Das Gelände hat eine bewegte Geschichte. Seit knapp 40 Jahren gilt es zu großen Teilen als Erweiterungsfläche für den Sportplatz des SV Hönisch. Zudem ist ein nicht unbeträchtlicher Bereich, knapp ein Hektar, als Biotop geschützt. Die Teiche Kreienböhl liegen hier. Etwa anderthalb Hektar sind als Grünland deklariert, ein Randbereich zur Größe von knapp zwei Hektar ist mit Gehölzen bewachsen. Auf dem Vorhabengrundstück befindet sich nach Stadt-Erkenntnissen außerdem eine Altlast. Es handelt sich dabei um eine Grubenverfüllung einer ehemaligen Tonkuhle mit Hausmüll, hausmüllähnlichen Gewerbeabfällen, Bodenaushub, Bauschutt und Gartenabfällen. Quer über das Grundstück verläuft von Südwest nach Nordost eine 380-kV-Hochspannungsleitung.

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