Richter blickt optimistisch zur Bürgermeisterwahl in Verden am 26.05.2019

Verden – Fröhliches Vogelgezwitscher, schöne Grünflächen und viele bunte Blumen: In der Idylle begrüßt von der 19-jährigen Neele und Paul, dem Jack Russell Terrier der Familie, geht es weiter in den Garten. Während der Tisch bereits mit Getränken und Kuchen gedeckt ist, muss Jens Richter noch ein wichtiges Gespräch führen. Der Wahlkampf ruht schließlich nie – vor allem nicht wenige Wochen vor dem alles entscheidenden Tag, dem 26. Mai.

Doch egal wie stressig die Tage des CDU-Bürgermeisterkandidaten aktuell sind, einen großen Rückhalt findet er in seiner Familie. Daher sei es ihm wichtig gewesen, sich den Bürgern als Mensch vorzustellen.

Im August 1967 geboren, wuchs Jens Richter als „Kneipenkind“ auf. „Meinen Eltern gehörte der Eichenkrug Früchtnicht in Dauelsen“, erzählt er. Der Christdemokrat ging erst in die Grundschule am Sachsenhain und anschließend aufs Gymnasium am Wall. Er sei froh, „so unbeschwert und naturnah aufgewachsen zu sein“, ehe er im Alter von 16 Jahren seinen Vater verlor. Richters Leben habe sich schlagartig verändert. „Ich bin von 8 bis 13 Uhr zur Schule gegangen und habe von 16 bis 24 Uhr in der Kneipe gearbeitet“, erinnert er sich. Es sei eine „schwierige Zeit gewesen, die nur gemeinsam als Familie überwunden wurde“.

Auf Dauer sei die Doppelbelastung für einen so jungen Mann nicht tragbar gewesen. Daher habe er nach der zehnten Klasse eine gastronomische Ausbildung begonnen. In den folgenden Jahren arbeitete er sich in renommierten Hotels zum Schichtleiter hoch, ehe er 1993 ein betriebswirtschaftliches Studium in Hannover startete.

Drei Jahre später habe ihn sein Nachbar in eine Kommunalpolitik-Runde geholt. „Man hat da die verschiedenen Listenaufstellungen vorbereitet“, weiß Richter noch genau. Am Ende des Tages habe er sich auf der CDU-Liste des Orts- und Stadtrats sowie des Kreistags wiedergefunden. Direkt beim ersten Versuch schaffte es der Christdemokrat in alle drei Gremien. „Durch meine langjährige Zeit in der Gaststätte war ich bekannt“, begründet er seinen Erfolg. Zudem war und sei er nach wie vor in vielen Vereinen, bei den Schützen und nicht zuletzt in der Feuerwehr aktiv. „Bis zum Herbst war ich sogar noch Gruppenführer – aus Überzeugung“, macht Richter einen kleinen Sprung in die Gegenwart.

1998 sei dann das Amt des CDU-Kreisgeschäftsführers vakant geworden. „Ich habe mich beworben und es sofort geschafft“, freut er sich noch heute. Seit 2002 ist er zudem Geschäftsführer des Kreisverbands Rotenburg. „Daher habe ich einige Erfahrung in Sachen Personalverantwortung“, betont Richter auch mit Blick auf den Familienbetrieb und die Anstellung als Schichtleiter. Er lebe einen „kooperativen Führungsstil“ und verfolge einen Leitspruch: „Ich mute meinen Mitarbeitern immer nur das zu, was ich auch selbst tun würde.“

Seit 22 Jahren ist Jens Richter also im Orts- und Stadtrat. Zudem war er von 2001 bis 2011 stellvertretender Bürgermeister der Stadt Verden. Seit mehr als fünf Jahren ist er nun auch Vorsitzender der Stadtratsfraktion. Daher kenne er „die Stärken und auch die Schwächen der Stadt. Ich weiß, wo Verbesserungspotenzial besteht.“ Er sei „fest davon überzeugt, dass ich mit meiner Erfahrung gut geeignet bin, das Amt des Bürgermeisters auszuüben“.

Er strebe ein besseres Miteinander an. „Durch politisches Konkurrenzdenken kommt es zu vielen Reibungsverlusten“, kritisiert er. Einen wirklich guten Bürgermeister zeichne daher neben Kompetenz, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit auch Tatkraft, Durchsetzungsvermögen und vor allem Vertrauenswürdigkeit aus. „Mit diesen Eigenschaften will ich die Stadt Verden voranbringen.“

Jens Richter habe sich intensiv mit der Frage beschäftigt, was einen guten Bürgermeister ausmacht. „Er sollte für alle Bürger da sein, wenn sie ihn brauchen, und Aufgaben delegieren können“, ist der Christdemokrat überzeugt. Ein Verwaltungschef müsse aber auch einschreiten, um Fehlentwicklungen bei Projekten rechtzeitig zu erkennen. „Es ist immer gut, wenn der Chef den Durchblick behält“, findet auch Richters Lebensgefährtin Anja Cohrs. Sie ist überzeugt davon, dass die beste Entscheidung für Verden getroffen werden muss – „unabhängig von einer Partei, sondern zugunsten der Stadt“.

In seinem Wahlkampf konzentriert sich Richter auf sechs Schwerpunkthemen, die in ganz Verden verteilt auch auf seinen Bauzaun-Plakaten stehen. Zum einen geht es dem Christdemokraten ums Thema generationenübergreifendes Verden. Dazu gehöre zum Beispiel ein gutes medizinisches Angebot durch ein modernes Bettenhaus an der Aller-Weser-Klinik und eine Aufwertung der Freizeitangebote für junge Menschen. Letzteres könne unter anderem durch die Schaffung von Wohnangeboten für Auszubildende und Studenten geschehen. „Wir brauchen eine Bleibeperspektive für junge Leute“, fordert Richter, der sich auch eine Außenstelle der Leibniz Universität Hannover in Verden vorstellen könnte.

Der Christdemokrat möchte sich jedoch nicht nur um die jungen Leute kümmern, sondern auch um die Senioren. An einem niederländischen Modell für sogenannte Seniorenbetreuer hat er Gefallen gefunden. „Rentner werden da regelmäßig von Ehrenamtlichen besucht und gefragt, ob Hilfe benötigt wird – zum Beispiel von einem Handwerker oder für einen Behördengang“, erzählt Richter. So würde ein „langes Wohnen in den eigenen vier Wänden möglich werden“.

Auch die Entwicklung des Stadions in Verden will der Dauelsener vorantreiben. Er könne sich ein Schwerpunktzentrum Sport und Freizeit vorstellen. „Fußball, Reiten, Leichtathletik, ein Schwimmbad und eine Jugendherberge so nah bei einander – da fehlt nur noch eine Sporthalle“, ist Richterüberzeugt. Falls es gelingen würde, zudem ein Hotel anzugliedern, wäre Verden zum einen Reit-EM-tauglich und zum anderen attraktiv für große Fußballvereine – national und international.

Aber auch die Themen Umwelt, Mobilität, Ordnung und Sicherheit sowie Bildung würden dem Christdemokraten sehr am Herzen liegen. Wie er dahingehend für Verden weiterdenkt, erzählt er auf seiner Internetseite.

Auf dem neuesten Stand bleiben

Weitere Infos über den Wahlkampf von Jens Richter finden Interessierte auf seiner Internetseite unter www.jens-richter-verden.de sowie auf seinem Facebook-Profil. Zudem können Verdener persönlich mit dem CDU-Kandidaten ins Gespräch kommen: Sein Bürgerbüro in der Großen Straße 70 hat dienstags, von 11 bis 13 Uhr, und samstags, von 10 bis 13 Uhr, geöffnet. Er informiert außerdem in einem Prospekt über seine verschiedenen Schwerpunkte und Ziele.

Quellen: Verdener Aller-Zeitung, Lea Oetjen

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