95 000 Euro Spitze für Störtebecker: Positive Bilanz der ersten Internet-Versteigerung

Reitpferde-Auktion geht auch online

Mit 95 000 Euro  Preisspitze bei der ersten Online-Auktion des Hannoveraner Verbandes für Reitpferde: der fünfjährige Wallach Störtebecker. Foto: Hannoveraner Verband/Tammo Ernst

Verden – Das Finale der ersten Verdener Online-Auktion für Reitpferde beim Hannoveraner Verband während der Corona-Pandemie hatte es in sich. Preisspitze war am Pfingstsonnabend zum wiederholten Mal ein Springpferd. 95 000 Euro lautete das höchste Gebot für den fünfjährigen braunen Wallach Störtebecker. Durchschnittlich mussten für die 67 Reitpferde 22 254 Euro angelegt werden.

Die Spannung stieg, als „Lot 51“ am frühen Samstagabend aufgerufen wurde. Immer wieder verlängerte sich das „Bid Up“ in letzter Sekunde um weitere drei Minuten. Schließlich stand der Preis für den Stolzenberg/Graf Top-Sohn Störtebecker (Züchter und Aussteller Axel Bahn, Maasen) mit 95 000 Euro fest. Der sprunggewaltige Braune wird bei Cian O’Connor und Ashford Farms weiter gefördert werden. Sieben Jahre ist es inzwischen her, dass seine Vollschwester Samoa eine der Perlen der Springkollektion der Elite-Auktion war und für 130 000 Euro nach Schweden verkauft wurde.

Der Döhlberger Philipp Baumgart hatte bei der Auktion den fünfjährigen Wallach Diar Renard von Diar Noir/Clinton I dabei. Der Wallach, ein Springpferd der ganz besonderen Machart, wurde für ein Gebot von 22 500 Euro in die USA verkauft.

Auch die Kollektion der Dressurpferde hatte einige „Kracher“ dabei. Gleich 14 Bieter hatten ein Auge auf die vierjährige Stute Stella Jones von Sarotti Mokka Sahne/Brentano II (Züchter und Aussteller Dagmar Meyer, Edemissen). Die Hannoveraner Prämienanwärterin überzeugte beim Vorauswahltermin und während der zehntägigen Vorbereitungszeit in Verden durch absolute Nervenstärke und überragende Grundqualität. Das letzte Gebot lag denn auch bei 50 000 Euro. Sie wird künftig eine Box in einem renommierten niedersächsischen Ausbildungsstall beziehen.

Seit Dienstag vergangener Woche hatten die potenziellen Käufer Gelegenheit, die hochtalentierten Nachwuchspferde in der Ausbildungs- und Absatzzentrale des Verbandes auszuprobieren. Trotz Corona-Regeln lief das nach bewährtem Verdener Muster, nur eben ohne Zuschauer. Ein System, das bei den zahlreichen Interessenten hoch im Kurs stand: „Wir hatten zahlreiche Kundengruppen. Etliche renommierte Springreiter und Ausbilder haben unseren Nachwuchs in Augenschein genommen“, freute sich der Geschäftsführer des Hannoveraner Verbandes, Wilken Treu.

Von den 67 online angebotenen Reitpferden wurden 22 ins Ausland verkauft. 45 bleiben in Deutschland. Hauptabnehmer außerhalb der Bundesrepublik waren die USA mit acht Pferden. Es folgten Frankreich (vier), Finnland und Mexiko (je zwei) sowie Dänemark, Irland, Italien, Kanada, Polen und Spanien mit je einem Vierbeiner.

Der Nettoumsatz betrug 1 491 000 Euro. 18 Pferde wurden für 25 000 Euro und höher versteigert. 29 Pferde von 15 000 bis 24 999 Euro und 13 Pferde in der Preisklasse zwischen 11 000 und 14 999 Euro. Bei sieben Reitpferden lag der Preis darunter, zwischen 8 000 und 10 999 Euro.

Weiter geht es im Verdener Auktionskarussell mit Top-Fohlen. Schon ab morgen bis zum 6. Juni hält der Hannoveraner Verband ein weiteres hochinteressantes und qualitätvolles Angebot des Jahrgangs 2020 bereit.

Im Online-Auktionsreigen folgen weitere Fohlenauktionen vom 10. bis 13. Juni und vom 1. bis 4. Juli. 65 Reitpferde kommen dann wieder am 18. Juli zum Verkauf. Die Dressur- und Springtalente können ab dem 7. Juli in der Ausbildungs- und Absatzzentrale persönlich in Augenschein genommen und ausprobiert werden.  jho

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