Dr. Reinhard Reents hält am 21. Mai im Museum Vortrag über Genomik

In Pferdezucht hoher Nutzen

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Der Referent Dr. Reinhard Reents mit HLP Sieger Don Index.

Verden - „Genomische Selektion in der Pferdezucht – Vision oder bald Realität“ – einVortrag unter diesem Titel mit Dr. Reinhard Reents wird am Donnerstag, 21. Mai, um 19.30 Uhr, im Deutschen Pferdemuseum angeboten.

Neue Erkenntnisse in der Erforschung des Genoms erlauben es heute, die Vererbung von Eigenschaften besser zu verstehen und daraus systematisch züchterischen Nutzen in der Selektion zu ziehen – das soll in diesem Vortrag illustriert werden. Anschließend möchte der Referent die Frage diskutieren, was man in der praktischen Pferdezucht von dieser Methodik erwarten kann.

Man weiß bereits seit vielen Jahrzehnten, dass das Erbmaterial (Genom) im Zellkern auf den Chromosomen vorliegt und eine bedeutende Rolle für Aufbau und Funktion des Körpers spielt. Seit einigen Jahren gibt es technische Verfahren, die automatisiert und innerhalb kurzer Zeit diese Informationen „auslesen”. Allerdings erfordert es aufwändige bioinformatische Methoden sowie eine umfangreiche Datensammlung der zu bearbeitenden Merkmale, um daraus in der praktischen Zuchtarbeit Nutzen zu ziehen.

Die Erfahrungen mit anderen Tierarten zeigen, dass die Methodik zur Nutzung von genomischen Informationen funktioniert. Es hat sich auch gezeigt, dass sich gerade bei Merkmalen wie Gesundheit, Robustheit und Langlebigkeit relative Vorteile gegenüber den herkömmlichen Züchtungsmethoden ergeben.

Das Thema genomische Selektion erreicht langsam auch die Pferdezucht. Und damit stellt sich die Frage: Was bedeutet die Anwendung in der Pferdezucht? Genomische Verfahren machen es möglich, das beim Pferd relativ lange Generationsintervall zu verkürzen und versprechen daher in der Pferdezucht einen hohen Nutzen. Allerdings besteht ein Nachholbedarf in der Erfassung der benötigten Merkmalsinformationen: Zu den Merkmalen, die züchterisch verbessert werden sollen, müssen Daten in hoher Qualität für eine genügend große Zahl von Pferden vorliegen. Deshalb sind aktuelle Entwicklungen vielversprechend, die die in vielfältiger Weise erhobenen Daten zu Pferde-Gesundheit zusammenführen möchten.

Dr. Reinhard Reents befasst sich als Leiter des vit in Verden beruflich intensiv mit der Züchtung von Rindern und Pferden. Seit vielen Jahren betreibt er privat eine kleine Pferdezucht, die den HLP Sieger Don Index hervorgebracht hat. Er verknüpft also unmittelbar Theorie und Praxis. Ferner vertritt er die gesamte deutsche Rinderzucht im Vorstand von Interbull, dessen Vorsitzender er ist.

Das Museum ist am Tag der Veranstaltung von 10 bis 17 Uhr und ab 18 Uhr wieder geöffnet. Karten erhalten Besucher an der Abendkasse für acht Euro pro Person. Mitglieder des Deutschen Pferdemuseums zahlen einen ermäßigten Eintrittspreis von sechs Euro pro Person. Es besteht die Möglichkeit, sich im Vorfeld telefonisch unter 04231/807140 für die Veranstaltung anzumelden und sich so einen Sitzplatz reservieren zu lassen.

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