Stets den roten Faden vor Augen gehabt

Regine Meyer-Bolte als Leiterin der Verdener Nicolaischule verabschiedet

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Regine Meyer-Bolte (r.) bekam von Konrektorin und Nachfolgerin Carola Reinecke ein Album mit Erinnerungsfotos. 

Verden - Seit August 2009 ist Regine Meyer-Bolte Rektorin der Nicolaischule. Unter ihrer Leitung entwickelte sich die Schule zu einer der besten Grundschulen Niedersachsens. Nach Erreichen der Altersgrenze geht die 65-Jährige nun zum 31. Juli in den Ruhestand. 

Am Mittwochnachmittag wurde sie im Rahmen einer Feierstunde in der Mensa der Nicolaischule verabschiedet. Neben ihrer Familie waren auch viele Kollegen, Eltern und der Schule Verbundene gekommen, um sich von der beliebten Schulleiterin zu verabschieden.

Bürgermeister Lutz Brockmann sprach Meyer-Bolte im Namen der Stadt als Schulträger seinen Dank aus. In ihrer Amtszeit sei in der Schule viel passiert. Als Beispiele nannte der Bürgermeister unter anderem den Bildungsverbund der Grundschulen und die Entwicklung von der Nachmittagsbetreuung zur verlässlichen Ganztagsschule. Schnell sei die Schule für die veränderten Anforderungen zu klein geworden. Unter Meyer-Boltes Regie sei es gelungen, kindgerecht Platz zu schaffen. Brockmann lobte die angenehme Atmosphäre der Schule und die stets angenehme Zusammenarbeit mit der Schulleiterin.

Konrektorin Carola Reinecke, die übrigens die Nachfolgerin von Regine Meyer-Bolte wird, gab einen kurzen Rückblick auf die Zeit der Zusammenarbeit. „Die Schule sähe ohne Regine Meyer-Bolte ganz anders aus“, sei sie sicher. Schnell habe sie nach ihrem Amtsantritt eigene Ideen entwickelt. So entstand bereits im März 2010 das neue Leitbild „Neues Lernen unter altem Dach“. Bei ihrer Arbeit habe Regine Meyer Bolte stets einen roten Faden vor Augen, habe viele neue Arbeitsabläufe implementiert und Konzepte entwickelt.

Viele Kollegen, Eltern und der Schule Verbundene verabschiedeten sich von der Schulleiterin.

Ein herausragendes Ereignis sei die Ernennung der Nicolaischule zur Europaschule 2016 gewesen, nahezu zeitgleich wurde sie auch als „sportfreundliche Schule“ ausgezeichnet. Die Inspektion im selben Jahr habe die Schulleiterin mit Bravour gemeistert. Die Minister hätten sich bei ihren Besuchen der Einrichtung quasi „die Klinke in die Hand gegeben“. „Du hast die Schule für die Zukunft fit gemacht“, sagte die künftige Schulleiterin und überreichte ein Album mit Erinnerungsbildern aus den letzten neun Jahren.

„Ich bin gerne zuständig für diese Schule“, sagte der Dezernent der Landesschulbehörde, Jörg Rokitta. Er erinnere sich gern an die angenehmen und zielgerichteten Arbeitsgespräche. Er gab einen Rückblick auf Meyer-Boltes beruflichen Werdegang. Nachdem sie an der Grundschule in Dörverden unterrichtete, wurde sie auf eigenen Wunsch an die Schule in Völkersen versetzt. Eine wichtige Station ihres Berufslebens war die Tätigkeit in der Lehrerausbildung. Dann wechselte sie in den Nachbarkreis und übernahm für sechs Jahre die Leitung der Grundschule Süd in Walsrode, bevor sie die Chance nutzte, nach Verden zurückzukehren, an die Schule, die sie als Kind selbst besuchte. Meyer-Bolte sei ihm durch ihre hervorragende Arbeit „auffällig geworden“ und habe eine zukunftsorientierte Schule gestaltet, lobte Rokitta.

„Die Zauberworte für ein entspanntes Miteinander sind Respekt, Aufmerksamkeit und Wertschätzung“, ergriff Regine Meyer-Bolte abschließend das Wort. Sie bedankte sich bei ihrem Kollegium für die gemeinsamen neun Jahre. Das Schöne sei, dass man in schwierigen Situationen immer gemeinsam gelacht habe. Ferner bedankte sie sich für die Unterstützung des Schulträgers, der viele Wünsche ermöglicht habe, sowie für die gute Zusammenarbeit mit den Gremien, dem Schulvorstand und Elternrat. Viele Ideen seien von dort gekommen. „Ich hoffe, ich habe es geschafft, Neues zuzulassen und Altes wertzuschätzen“, sagte Meyer-Bolte. Sie sei dankbar für alle Schüler, Lehrkräfte und Eltern, die sich mit der Schule identifiziert hätten. 

ahk

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