Die Grünen geben nicht auf und wollen es unbedingt

Vor dem Rathaus Verden: Warmes Holz soll auf das kalte Podest

Feines Holz und warm sitzen: So möchte es Johanna König von den Grünen.
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Feines Holz und warm sitzen: So möchte es Johanna König von den Grünen.

Verden – Die einen mögen es, andere würden sich wünschen, es schmelze dahin, wie der Schnee in der Sonne und einer weiteren Gruppe ist es wiederum völlig egal: Das Podest vor dem Rathausplatz geht stramm auf seinen zehnten Geburtstag zu. Und scheint unverrückbar: „Was auch immer erzählt oder geschimpft wird, wir wollen, das da etwas passiert, und zwar noch in diesem Frühjahr, spätestens aber im Sommer“, betont Johanna König von den Grünen. Da will sie hartnäckig bleiben. Und: Vielleicht tut sich sogar schon etwas, so ein, wenn auch verhaltenes, Signal aus dem Rathaus.

Gibt‘s ein einlenken im Rathaus?

Wenn König derzeit über den Rathausplatz läuft, ist wenig los. Lockdown! „Die Pandemie macht dem Einzelhandel schwer zu schaffen. Die Innenstadt hat große Probleme. Noch mehr als vorher“, so die Ratsfrau. Für sie steht fest: „Es muss mehr Aufenthaltsqualtität geschaffen werden. Insbesondere für die Zeit nach Corona.“

  • Die Verdener Grünen lassen nicht locker
  • Bequemes und warmes Sitzen auf dem Podest
  • Mehr Aufenthaltsqualität auf dem Rathausplatz Verden

Und so mag jeder zu dem mächtigen Stein stehen, wie er will. „Er ist nun mal da“, sagt Johanna König. Und, auch das macht die Ratsfrau deutlich: „Er ist ein Teil des Rathausplatzes.“ Die Menschen, das habe sich unabhängig von der Pandemie gezeigt, halten sich gerne auf dem Platz auf, Kinder spielten da, es sei, in normalen Zeiten, immer was los. „Wir sollten etwas dafür tun, dass es dabei bleibt. Und wenn es noch besser werden kann, dann sollten wir auch dafür sorgen.“

Der Winter macht’s möglich: Das Podest, verschwunden unter Eis und Schnee.

Der Stein ist da und ein Teil des Rathausplatzes

Besser werden kann es, was das Podest angehe, auf jeden Fall, so Johanna König. Und so bleibt sie dabei, was ihre Fraktion bereits im Frühjahr des vergangenen Jahres auf den Weg gebracht haben wollte: „Da kommt Holz drauf, damit die Menschen bequem und vor allem warm sitzen können.

Dass ihre Idee im vergangenen Jahr bereits einmal abgelehnt wurde, ficht die Grüne nicht an. Damals hatte die Verwaltung in einer Vorlage das Vorhaben als nicht umsetzbar verworfen und eine entsprechende Empfehlung im Ausschuss für Straßen und Stadtgrün vorgelegt. Zu pflegeintensiv, Dreck und Kippen würden sich ansammeln, eine erhöhte Unfallgefahr, lauteten die Einwände. Der Ausschuss gab zwar, mit Mehrheit von Grünen, SPD und CDU, dennoch König Recht und kassierte die Vorlage der Verwaltung. Im Verwaltungsausschuss, in nichtöffentlicher Sitzung, drehte sich dann das Meinungsbild und das Holz wurde quasi wieder vom Podest gekippt.

Vorschlag im vergangenen Jahr in nicht-öffentlicher Sitzung gekippt

Doch dabei soll es nicht bleiben. König will diesen Entscheid nicht hinnehmen, zumal zwischenzeitlich eine mögliche Lösung auf dem Podest lag. Tischlermeister Florian Münter aus Dauelsen hatte mal eben – praktisch aus dem Stegreif – eine passgerechte Auflage auf die Stufen gelegt, auf den Auslöser der Kamera gedrückt – und damit für weiteren Gesprächsstoff gesorgt. „Wir können uns das Holz auf den jeweils schmalen Seiten des Podestes vorstellen“, sagt König. Über mögliche Stolperfallen sowie Schmutzrückstände als Folge der Aufbauten müsse diskutiert werden. „Da gibt es sicherlich Lösungen. Die Verwaltung soll sich da mal schlaumachen..

In der Sonne sitzen, aber auf kaltem Stein: So fühlt es sich derzeit auf dem Podest an.

SPD-Verden: Es gibt einen Fraktionsbeschluss

Aus den Reihen von SPD, allen voran Carsten Hauschild, hatte es dafür viel Lob gegeben. Hauschild ist Vorsitzender des Ausschusses für Straßen und Stadtgrün und hat für das Holz auf dem Block die Rückendeckung seiner Partei. „Es gibt einen Fraktionsbeschluss. Wir wollen das.“ Er würde sich wünschen, dass die Verwaltung verschiedene Vorschläge ausarbeitet und eine mögliche „Beplankung“ vorstellt.

Wenn schon kein Abriss, dann auch CDU für Verbesserungen

Auch aus den Reihen der CDU war damals signalisiert worden, dass eine Umsetzung in der Form durchaus Chancen hätte. Zwar machen die Verantwortlichen keinerlei Hehl aus der grundsätzlichen Abneigung gegen das Podest. „Wir hätten es gerne abgerissen, kommt aber aus Kostengründen nicht infrage. Bei entsprechenden Vorschlägen würden wir uns aber bei einem neuerlichen Anlauf nicht gegen eine Verschönerung des Klotzes sträuben“, hatte Fraktionschef Jens Richter signalisiert.

Im Fachbereich Straßen und Stadtgrün halten sich die Verantwortlichen zwar noch bedeckt. Fachbereichsleiter Rainer Kamermann machte allerdings deutlich, „dass da noch etwas kommen wird“. Johanna König freut sich drauf, denn so viel ist sicher: „Ich lasse da nicht locker“, signalisierte die Ratsfrau.

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