Verkauf des Honigs für einen guten Zweck

Rathaus hofft auf gute Ernte

Bestaunten das gestern Vormittag noch nich so aktive Bienenvolk (v.l.): Jungimkerin Gitta Stahl, Bürgermeister Lutz Brockmann und Imker Wilhelm Haase-Bruns. - Foto: Koy
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Bestaunten das gestern Vormittag noch nich so aktive Bienenvolk (v.l.): Jungimkerin Gitta Stahl, Bürgermeister Lutz Brockmann und Imker Wilhelm Haase-Bruns.

Verden - Von Volkmar Koy. Der Bürgermeister brachte es auf den Punkt: „Mensch und Biene sind eine Schicksalsgemeinschaft eingegangen.“ Das wurde gestern zwar nicht ganz so deutlich, als vor dem Rathaus ein Bienenkorb aufgestellt wurde. Doch die Botschaft ist klar: Der im Herbst geerntete Verden-Honig hätte auch einen nachhaltigen Effekt.

Bis es allerdings so weit ist, muss in dem neuen von Imker Wilhelm Haase-Bruns aus Luttum aufgebauten Bienenhaus eine Menge passieren. Doch Lutz Brockmann ist sicher, dass der Rathaus-Honig, der im August verkauft werden soll („am besten auf dem Podest am Rathausplatz“) Folgewirkung haben wird. Das Geld soll nicht in die Stadtkasse fließen, sondern gleich in Obstbäume oder Stauden (zum Beispiel für Kitas, Schulen und Vereine) investiert werden. Nahrung also für Bienen, heißt das Motto.

Der Bienenkorb habe die Funktion eines nachgestellten hohlen Baumes, erläuterte Haase-Bruns. Aufgrund eine natürlichen Systems von Sonnenstand und Koordinatenkenntnissen kehrten die Rathaus-Bienen immer wieder zu ihrem jetzt festgelegten Standort zurück. Ein Bienenvolk bestehe aus einer Königin, 1000 Drohnen und rund 20 000 Arbeitsbienen, die sich im Laufe der Monate durch Fortpflanzung nahezu verdoppelt haben werden.

Der Luttumer Imker, der zugleich zweiter Vorsitzender des Imkervereins Verden ist, rechnet damit, dass das Volk am Rathaus zum Saisonende rund 20 bis 25 Kilogramm Honig produziert haben werde, die dann abgeschleudert würden. Zum Winter wird der Bienenstand dann zurück nach Luttum gebracht. Dazu handelt es sich um einen Schulungsbienenstand, der von Jungimkerin Gitta Stahl für ein Jahr betreut wird.

Für die Artenvielfalt sei die Biene der größte Garant, erläuterte Haase-Bruns. Ohne Bienen gäbe es beispielsweise keine Äpfel. Bis zu drei Kilometer beträgt die Entfernung, die die Tiere vom Bienenstand in die Umgebung zurücklegen können. Haase-Bruns: „Angesichts der Pollenfärbung ist zu erkennen, wo die Bienen unterwegs waren.“ „In Eisdielen fliegen sie nicht“, wusste der Bürgermeister. Folglich sei jede Sorge in dieser Hinsicht unberechtigt. Vielmehr seien sie ständig mit Hilfe von so genannten Spürbienen auf der Suche nach Blühgewächsen und damit Futterquellen.

Speziell für Schüler werden nunmehr Erläuterungstafeln aufgestellt, die den Wert der Bienen für die Ernährung des Menschen und Beispiele für bienenfreundliche Gärten aufzeigen.

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