Zwischen Wahnebergen und Verden

Neubau von Rad- und Gehweg in vollem Gange

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Ein großer Kran befestigt dieser Tage die tonnenschweren Stahlträger, die die Radbrücke tragen sollen. Nicht zu übersehen ist der hohe Wasserstand, der fast zum Verhängnis wurde.

Der Neubau des Rad- und Gehwegs zwischen Wahnebergen und Verden ist in vollem Gange. Montag ist ein riesiger Kran angerückt, um die tonnenschweren Stahlträger an der Wäternbrücke zu befestigen, die ab Ende Juni die Radbrücke tragen sollen. Fast hätten dieser Schritt jedoch abgesagt werden müssen.

Verden/Wahnebergen – Der Brückenschlag über die Aller, die Radwegeverbindung zwischen Wahnebergen und der Stadt Verden, nimmt Gestalt an. Mit dem Einhängen der Radbrücken-Elemente auf einer Länge von rund 100 Metern an der Wäternbrücke entlang der Eisenbahnlinie von Dörverden nach Verden geht die Umsetzung des Projektes dieser Tage in die entscheidende Phase. In etwa zwei Wochen sollen die Arbeiten an der Wäternbrücke erledigt sein. Anschließend geht es an der Allerbrücke weiter. Laut Torsten Fiebig, dem Projektbeauftragten bei der Stadt, soll das umfangreiche Projekt Ende Juni abgeschlossen sein.

Fast wären die Baumaßnahmen an der Wäternbrücke jedoch gar nicht gestartet. Der „Horror“ wäre nämlich beinah Realität geworden, wie Fiebig offenbart. Damit meint der Projektleiter den Wasserstand der Aller, der seit Tagen gestiegen ist. „Bei sieben Zentimetern mehr hätten wir ein echtes Problem gehabt und wahrscheinlich abbrechen müssen.“ Der starke, anhaltende Wind hingegen sei für die Arbeiten unproblematisch. „Schließlich wiegen die Stahlträger deutlich mehr als eine Tonne“, so Fiebig Montag im Rahmen eines Pressegesprächs an der Wäternbrücke. Auch Dörverdens Bürgermeister Alexander von Seggern und Verdens Bürgermeister Lutz Brockmann waren vor Ort, um sich selbst einen Eindruck von den Baumaßnahmen zu machen.

Freuen sich auf die Radwegeverbindung zwischen Verden und Wahnebergen: Dörverdens Bürgermeister Alexander von Seggern, Torsten Fiebig, Stadt Verden, und Verdens Bürgermeister Lutz Brockmann (v.r.) sprechen über den aktuellen Stand der Bauarbeiten.

Die weiteren Teilmaßnahmen des umfangreichen Projektes, wie die Verbindung von der Allerbrücke in das Stadtgebiet und der Anschluss auf dem Deich in Wahnebergen sind bereits vollends abgeschlossen. Zudem befinden sich im Burgfeld inzwischen beidseitig Asphaltstreifen, die eine angenehmere und wesentlich entspanntere Fahrt neben dem Kopfsteinpflaster ermöglichen sollen. Beim Ausbau der Bahnhofstraße wurden zusätzlich beidseitig Schutzstreifen für Radfahrer angelegt.

Ergänzend kommen sechs abschließbare Radabstellanlagen mit kostenlosem Ladeangebot für E-Bike-Akkus hinzu, die an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet aufgestellt wurden. Die Abstellanlagen stehen allen Bürgern, auch aus den umliegenden Gemeinden der Stadt Verden, offen.

Für das ganze Projekt gab es einen Förderzuschuss von etwa 1,8 Millionen Euro vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Außerdem beteiligt sich der Landkreis Verden mit 300 000 Euro an den Baukosten des Brückenschlages. Ohne diese Förderzuschüsse wäre eine Umsetzung nicht möglich gewesen.

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