Quote von 4,8 Prozent im Agenturbezirk

Robuster Arbeitsmarkt in der Region

Landkreis - Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden ist zum Jahreswechsel erwartungsgemäß gestiegen. Im Dezember waren bei den Geschäftsstellen und den Jobcentern insgesamt 12309 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das waren zwar 194 Personen mehr als im November, aber 42 weniger als im Dezember des Vorjahres.

Die auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen berechnete Arbeitslosenquote erhöhte sich gegenüber November um 0,1 Prozentpunkte und beträgt jetzt 4,8 Prozent (im Landkreis Verden sind es 5,0 Prozent). Im Dezember 2014 lag die Quote noch bei 4,9 Prozent. Nach Personengruppen entwickelte sich die Arbeitslosigkeit unterschiedlich. Die stärkste Veränderung war mit plus 24 Prozent bei den Ausländern zu verzeichnen.

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, vielmehr gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung. Im Dezember meldeten sich 2787 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 198 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 2603 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 109 weniger als im Dezember 2014. Im Dezember meldeten sich 1113 zuvor erwerbstätige Personen arbeitslos, 88 weniger als vor einem Jahr. Durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit konnten in diesem Monat 734 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 23 mehr als vor einem Jahr.

Wie Joachim Duensing, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Nienburg-Verden, vor der Presse mitteilte, hat die überaus milde Winterzeit nur zu einem mäßigen Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt. „Den jahreszeitlichen Einflüssen entsprechend haben nur wenige witterungsabhängige Branchen ihren Beschäftigtenstand reduziert.“

Duensing weiter: „2015 war wirklich ein erfolgreiches Jahr für den Arbeitsmarkt in unserer Region. Wenn ich bedenke, dass wir Anfang des Jahres noch mit einer Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent gestartet sind und heute bei 4,8 Prozent liegen, dann kann man sehen, dass sich sowohl die Arbeitslosigkeit deutlich reduziert als auch die Beschäftigung aufgebaut hat.“

Der Agenturchef ist davon überzeugt, dass die Beschäftigungsentwicklung weiterhin positiv verlaufen wird. „Ich erwarte leichte Beschäftigungszuwächse für 2016. Vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftebedarfs gibt das für gut qualifizierte Menschen eine erfreuliche Perspektive“, betonte Duensing.

Aber auch für die Herausforderungen im Bereich der Flüchtlingsentwicklung sieht Duensing gute Chancen auf dem hiesigen Arbeitsmarkt. „Wir werden und müssen weiterhin flexibel reagieren.“ Das Personal sei bereits aufgestockt worden. „Wir werden unsere Arbeit angesichts der kommenden Flüchtlingsmengen ständig anpassen“, so der Agenturchef mit Blick auf die nächsten Monate.

Rubriklistenbild: © dpa/dpaweb

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