133. Elite-Auktion in Verden: Fohlen erzielen besonders gute Ergebnisse

Quarlito zieht nach Spanien

Hartmut Kettelhodt (Weitzmühlen) erhält die Goldene Ehrennadel des Verbandes vom ersten Vorsitzenden Manfred Schäfer.

Verden - Von Jürgen Honebein. Das Ergebnis der 133. Elite-Auktion des Hannoveraner Verbandes fiel in diesem Jahr bei den 82 versteigerten Reitpferden und 38 Fohlen im Vergleich zum Vorjahr unterschiedlich aus. Während bei den Reitpferden der Durchschnittspreis mit 29 500 Euro um rund 20 Prozent unter dem von 2015 lag, stieg der der Fohlen mit 8 256,75 Euro um rund 25 Prozent an.

Der amerikanische Mannschafts-Silbermedaillengewinner Kent Farrington sicherte sich bei den Reitpferden die Preisspitze Coolio von Catoki/Satisfaction II für 140 000 Euro. Das begehrteste Fohlen tritt ebenfalls die Reise in die Vereinigten Staaten an. Belle Fleur von Bon Coeur/Rubinstein war einer Neukundin aus Connecticut 27 000 Euro wert.

Bevor die Versteigerung begann, gab es eine ganz besondere Ehrung für den langjährigen Stallmeister und Ausbilder des Verdener Auktionsteams Hartmut Kettelhodt. Dieser begann 1969 eine Bereiter-Lehre in der Hannoverschen Reit- und Fahrschule und war ab 1976 Stallmeister der Ausbildungs- und Absatzzentrale, die er bis jetzt als Leiter des technischen Dienstes betreute. Er tritt nach 47 Jahren beim Hannoveraner Verband seinen Ruhestand an und wurde für seine Verdienste vom Vorsitzenden Manfred Schäfer mit der Goldenen Ehrennadel des Hannoveraner Verbandes ausgezeichnet.

Die Erfolge der Hannoveraner bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro erwiesen sich als beste Werbung für die 133. Elite-Auktion. Vor vollen Rängen präsentierte sich die gesamte Kollektion sehr sportlich. Etliche nationale und internationale Dressur- und Springreiter hatten den Weg nach Verden gefunden, um sich von der Qualität der Auktionsaspiranten zu überzeugen. Am Telefon wurde das Bieterduell um die Preisspitze Coolio entschieden, der von seinem Züchter Stefan Kleine, Warmsen, auch ausgestellt wurde. Der vierjährige Hengst überzeugte schon im Training durch makelloses Springen und überdurchschnittliche Athletik und hat mit seinem neuen Besitzer Kent Farrington beste Voraussetzungen für eine internationale Karriere.

Das teuerste Dressurpferd der 133. Elite-Auktion war in diesem Jahr schon für 135 000 Euro zu haben. Stammkunden aus Spanien erwarben Quarlito von Nymphenburg von Quaterhall/Rotspon (Züchter: Werner Rademacher, aus dem Geestland, Aussteller: Gestüt Nymphenburg, München). Der bewegungsstarke dreijährige Fuchswallach ist Hannoveraner Vizechampion der Reitpferde. Wie bereits oben erwähnt, kosteten die 82 Reitpferde im Durchschnitt 29 500 Euro. 28 Pferde kostete mehr als 25 000 Euro, acht über 50 000 Euro. „Der diesjährige Durchschnittspreis wurde ohne große Ausreißer nach oben erzielt“, sagte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener. Er hob das internationale Interesse aus dem Sport hervor. Das zeigt sich auch in der Exportrate, denn 33 Pferde werden Deutschland verlassen. Die größte Käufergruppe kam mit sieben Pferden aus Spanien, gefolgt von der Schweiz (fünf) sowie den USA und Frankreich (jeweils vier). Sehr begehrt waren die Fohlen. 37 Fohlen erzielten einen Durchschnittspreis von 8 257 Euro. Dieser lag damit erfreulicherweise um rund 25 Prozent über dem des Vorjahres (6 592,10 Euro). Spitzenreiter der Preisstatistik war das am 10. Juli geborene Stutfohlen Belle Fleur von Bon Coeur/Rubinstein I (Züchter und Aussteller: Kathrin Göllner, Gröding/Österreich) mit 27 000 Euro. Es wird in den Vereinigten Staaten aufwachsen.

133. Verdener Elite Auktion

Zehn der 37 Fohlen wurden ins Ausland verkauft. Der Kreis Verden war bei der 133. Elite-Auktion nur durch die fünfjährige Stute Fashion Art von Floriscount/Hochadel (Züchter K. u. C. Harms GbR, Kirchlinteln; Aussteller Cordt Harms, Kirchlinteln) vertreten. Die Stute wurde für 18.000 Euro versteigert und bleibt im Inland.

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