Auktionatoren in Hochform: Teuerstes Pferd kostet 33 000 Euro

Qualitätsvolle Kollektion

Der vierjährige Wallach Uwe von Ucello/Embassy I wurde von seiner Reiterin Jessica Freye vom Reiterhof Lübars für 17 000 Euro direkt vom Pferd aus selbst ersteigert. Ein Novum bei der Auktion. Fotos: Woelki

Verden - Von Jürgen Honebein. Die Juli-Auktion des Hannoveraner Verbandes in der Verdener Niedersachsenhalle brachte ein insgesamt zufriedenstellendes Ergebnis. Nach den zur Zeit unruhigen Geschehnissen rund um die fristlose Kündigung von Geschäftsführer und Zuchtleiter Dr. Werner Schade standen jetzt wieder die Pferde im Mittelpunkt.

Während es draußen zum Teil blitzte und donnerte, lief in der Niedersachenhalle alles nach Plan. Den Höchstpreis von 33 000 Euro erzielte der vierjährige Fuchswallach Semino JU, der seine neue Heimat in Spanien haben wird. Der Durchschnittspreis für die versteigerten 47 Reitpferde betrug 16 330 Euro. Er lag damit erfreulicherweise um 1 222 Euro höher als im Vorjahr (15 108 Euro).

Es war dieses Mal nur eine sehr kleine, aber qualitätsvolle Kollektion aus Dressur- und Springpferden, die den Interessenten aus dem In- und Ausland angeboten wurden. Die Auktionatoren Frederik de Baker und Bernd Hickert liefen zur Hochform auf, um die talentierten Vierbeiner höchstbietend zu veräußern.

Drei Pferde verlassen Verden Richtung Sevilla

Es war ein Dressurpferd, das die Halle als Preisspitze verließ. Für 33 000 Euro ersteigerte das Gestüt Sola Nogales aus Spanien den Scolari/Fürstenreich-Sohn Semino JU (Züchter Michaela Pridöhl, Grethem, Aussteller Jürgen Uhlenwinkel, Grethem). Gemeinsam mit dem vierjährigen dunkelbraunen Wallach werden noch zwei weitere Auktionspferde Verden in Richtung Sevilla verlassen.

Das bestbezahlte Springpferd wurde am Telefon nach Brüssel (Belgien) versteigert. 26 000 Euro kostete die Cascadello/Contendro-Tochter Cecile S (Züchter Friederike Stüvel-Huck, Egestorf, Aussteller H. u F. Stüvel GbR, Zeetze), die bereits Siege und Platzierungen in Springpferdeprüfungen vorweisen kann.

Der einzige Züchter und Aussteller aus dem Kreis Verden Harm Röpke (Emtinghausen) erhielt für seinen vierjährigen dunkelbraunen Wallach Conrad 17 500 Euro. Er bleibt im Inland. Ebenfalls im Inland bleibt der vierjährige Wallach Van Beethoven von Viscount/Converter, der von Uwe Brennenstuhl (Lüchow) gezüchtet und der vom Hannoveraner Verband als Aussteller angeboten wurde. Van Beethoven erzielte einen Preis von 17 000 Euro. Ein Blick in die Statistik zeigt, dass vier Pferde einen Zuschlagspreis von 25 000 Euro und höher erzielten. 24 weitere Pferde brachten mehr als 15 000 Euro in die Kasse ihrer Aussteller.

Das Verhältnis zwischen Inlands- und Auslandverkäufen hielt sich die Waage. 25 Pferde werden Deutschland verlassen und 22 Pferde bleiben im Inland. Die nächste Auktion des Hannoveraner Verbandes findet bereits am 9. und 10. August statt. Es werden dann Fohlen, aber auch einige Zuchtstuten versteigert.

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