Prozess um Hungertod: Verteidigung fordert Bewährungsstrafe

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Der Angeklagte, rechts sein Anwalt Michael Brennecke, kommt im Landgericht in Verden (Niedersachsen) in den Verhandlungssaal.

Verden - Im Prozess um den Hungertod einer 49-jährigen Frau hat die Verteidigung für den angeklagten Ehemann zwei Jahre Haft auf Bewährung gefordert.

Nach Auffassung der Anwälte sei dem 50-Jährigen nur fahrlässige Tötung vorzuwerfen, sagte eine Gerichtssprecherin des Landgerichts Verden am Freitag. Die alkoholkranke 49-Jährige soll laut Anklage nach einem Sturz in der Wohnung in Thedinghausen verhungert und verdurstet sein. Der Ehemann und die Tochter sollen sie mit gebrochener Hüfte auf dem Sofa liegengelassen und sich nicht ausreichend um sie gekümmert haben.

Die Verteidigung der 18-jährigen Tochter hatte vergangene Woche auf Freispruch plädiert. Das Urteil soll am 25. Januar gesprochen werden.

Nach Ansicht der Verteidigung hatte sich die Frau stets jeglicher Hilfe verweigert. Das habe den Ehemann abstumpfen lassen. Die Lebensgefahr der Frau sei für ihn daher nicht erkennbar gewesen. Die Staatsanwaltschaft fordert wegen vorsätzlicher Tötung für den Mann zehn Jahre Haft, für die Tochter eine fünfjährige Jugendstrafe. dpa

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