Projektwoche der Schule am Lönsweg im Zirkus: Vorstellung als krönender Abschluss

Schüler werden zu Artisten

Konzentration ist bei der Jonglagenummer gefordert.

Verden - Rechnen, Schreiben, Lesen stand in der vergangenen Woche in der Grundschule am Lönsweg ausnahmsweise einmal hinten an. In der Projektwoche mit dem Zirkus Fellini verwandelten sich alle Schülerinnen und Schülern Clowns, Fakire, Akrobaten, Zauberer, Seiltänzer, Bauchtänzer oder Jongleure. Als krönenden Abschluss präsentierten die Kinder den stolzen Eltern und Verwandten in zwei Vorstellungen in einem richtigen Zirkuszelt, was sie gelernt haben.

Alle vier Jahre ist das Zirkusprojekt fest im Schulplan der Grundschule am Lönsweg vorgesehen, so hat jedes Kind in seiner Laufbahn einmal die Gelegenheit, Zirkusluft zu schnuppern. „Die Kinder sind auch diesmal wieder total begeistert und finden das Zirkusteam sehr nett“, berichtete Lehrerin Meike Eggeling beim Besuch in der Manege.

Zirkusdirektor Felix Frank ist jedenfalls schon einmal sehr zufrieden mit seinen kleinen Nachwuchs-Artisten. „Es ist wirklich schön, wie gut alle mitgemacht haben, und schön zu sehen, wie sich die Kinder in der vergangenen Woche gesteigert haben. Sie sind von Tag zu Tag besser geworden, und alles hat wirklich gut geklappt“, sagt er.

Der Tanz auf dem Seil gelingt perfekt. - Fotos: Haubrock-Kriedel

Bei der Zirkuswoche werde nicht nur die Motorik im Training gefördert, weiß Felix Frank. Einige Kinder seien zunächst sehr schüchtern gewesen, hätten nun aber genug Selbstbewusstsein gewonnen, um durch den Vorhang zu gehen und vor dem großen Publikum rund um die Manege aufzutreten. Doch vor dem großen Auftritt war noch jede Menge hartes Training zu absolvieren. Zu Beginn der Projektwoche, am Montag, wurden die Kinder zunächst in Gruppen eingeteilt. Von Dienstag bis Donnerstag war dann von morgens um 8 Uhr bis mittags 12.30 Uhr Training mit dem Team von Fellini im Zirkuszelt angesagt.

Als dann die Generalprobe am Freitag anstand, war den Kindern die Nervosität vor dem großen Auftritt dann doch anzumerken. So manche Hände und Beine wirkten ein wenig zittrig und nicht alles klappte gleich auf Anhieb. Doch Zirkusdirektor Felix Frank beruhigte die aufgeregte Artistenschar. „Ganz ruhig, das ist auch wirklich schwer“, ermunterte er die Jongleure, wenn ein Teller sich nicht so auf der Stange drehte, wie er sollte. „Gut gemacht“, folgt schnell ein Lob für eine gelungene Nummer.

„Was jetzt nicht klappt, klappt später“, tröstet er. Schließlich lief alles rund. Die Disco-Clowns mischten die Manege auf, die Zauberer verblüfften mit ihren Tricks und auch die Jongleure und Seiltänzerinnen machten ihre Sache hervorragend.

Antonio und Fabian mussten lange auf ihren Auftritt als Fakire warten. „Wir haben Feuer auf der Hand und im Mund und liegen auch auf Scherben“, erzählt Antonio. Schwer zu lernen sei das überhaupt nicht gewesen, gaben sich die beiden Jungs ganz cool. Lina-Marie, Sheila, Rita und Kristina gehörten zur Truppe der Akrobaten. Die Liste der Kunststücke, die sie zeigen wollten, klang beeindruckend: Brücke, auf den Schultern des Partners stehen, Radschlagen, Kopfstand und Halbspagat, zählten sie auf. „Das haben wir alles erst in dieser Woche gelernt“, berichtete Lina-Marie mit Stolz. Nein, schwer sei das nicht gewesen meinten auch die Mädchen.

Bei den beiden Aufführungen am Nachmittag und frühen Abend wurden die jungen Artisten dann mit dem begeisterten Beifall des Publikums für ihre tolle Leistung belohnt. Alle waren sich am Ende der Projektwoche einig: „Es hat sehr viel Spaß gemacht“. - ahk

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Leipzig verliert auf Schalke - BVB siegt 3:0 in Wolfsburg

Leipzig verliert auf Schalke - BVB siegt 3:0 in Wolfsburg

Parkhausteile stürzen ab - Autos hängen in der Luft

Parkhausteile stürzen ab - Autos hängen in der Luft

Einzelkritik: Kruse und Bartels noch nicht auf Betriebstemperatur 

Einzelkritik: Kruse und Bartels noch nicht auf Betriebstemperatur 

Mittelalter und Fantasy am Burghof Rethem

Mittelalter und Fantasy am Burghof Rethem

Meistgelesene Artikel

Radfahrer übersehen: 16-Jähriger schwer verletzt

Radfahrer übersehen: 16-Jähriger schwer verletzt

Verlegenheitslösung mit vielen Fragezeichen

Verlegenheitslösung mit vielen Fragezeichen

Bäume stürzen auf L 155

Bäume stürzen auf L 155

Weinfest in Achim: „Königin“ gibt sich die Ehre

Weinfest in Achim: „Königin“ gibt sich die Ehre

Kommentare