Auch Fußgänger mögen die neue Verbindung

Projekt mit Symbolcharakter: Aller-Radbrücke freigegeben

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Freie Fahrt auf der Radbrücke: Der erste stellvertretende Landrat Reiner Sterna, die Bürgermeister Lutz Brockmann und Alexander von Seggern, Georg Wagner (DB Netz AG) und Antje Radecke vom Projektträger (v.l.) bei der Eröffnung.

Lange wurde geplant und diskutiert, nun ist der Brückenschlag über die Aller vollendet. Die neue Aller-Radbrücke als Bindeglied zwischen Verden und Dörverden ist endlich freigegeben worden.

Verden - Im Beisein von Gästen aus Orts-, Gemeinde- und Stadtrat sowie an Planung und Bau Beteiligten zerschnitten die Bürgermeister von Verden und Dörverden, Lutz Brockmann und Alexander von Seggern, der 1. stellvertretende Landrat Reiner Sterna, Georg Wagner von der DB Netz AG sowie Antje Radecke vom Projektträger Jülich aus Berlin das grüne Absperrband.

„Ich freue mich über die neue Verbindung zwischen Verden und Dörverden“, sagte Bürgermeister Lutz Brockmann. Er betonte, dass die Förderung von knapp 1,9 Millionen Euro aus Bundesmitteln maßgeblich dazu beigetragen habe, das Projekt zu realisieren. Sein Dank galt auch dem Landkreis, der einen Zuschuss von 300 000 Euro gegeben hat sowie Bürgermeister von Seggern und dem Gemeinderat Dörverden, die die Anbindung ermöglicht haben.

Es ist nicht nur eine schnelle, sondern auch eine landschaftliche reizvolle Verbindung. 

„Schon als die neue Eisenbahnbrücke geplant wurde, kam die Idee einer Radbrücke auf“, erinnerte Brockmann. Genau vor zehn Jahren habe man im Stadtrat darüber debattiert, ob man für 700 000 Löcher an der Eisenbahnbrücke als Befestigungsmöglichkeit für eine spätere Radbrücke kaufen wolle, obwohl damals noch nicht klar war, wie diese finanziert werden könne. „Wir wollten diese Jahrhundertchance ergreifen, daher gab es damals eine Mehrheit“, so der Bürgermeister. 3,8 Millionen Euro habe das Gesamtprojekt letztendlich gekostet, 3,1 Millionen für die Brücke und 700 000 Euro für Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs im Stadtgebiet. Der Bürgermeister hat keinen Zweifel, dass die neue Radbrücke ein Erfolg wird: „Viele Menschen konnten die Freigabe gar nicht abwarten.“

Aller-Radbrücke: „Eine lebendige Verbindung“

Dörverdens Bürgermeister Alexander von Seggern sagte, die Radwegeverbindung sei nicht nur technisch ein echter Meilenstein zur Förderung des Radverkehrs in der Geschichte der beiden Kommunen. „Es ist ein regional sicher einmaliges Projekt, das gemeindeübergreifend symbolisiert, welche Bedeutung wir dem Radverkehr beimessen.“ Die angehängten Brücken über Aller und Wätern seien gleichermaßen funktionstüchtig wie ansehnlich. Gleichzeitig ermöglichten sie ganz neue Einblicke in die Allerniederung. „Es ist eine lebendige Verbindung geschaffen worden.

Party am Wegesrand: Auf Wahneberger Seite lockten Musik und Grillwurst zur Rast.

Antje Radecke, die das Projekt für das Bundesumweltministerium begleitet hat, sprach von einer „gelungenen Vollendung“. Der Brückenschlag sei im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Klimaschutz durch Radverkehr“ ein herausragendes Vorhaben. „Wir hoffen, dass das Projekt für andere Kommunen Modellcharakter hat.

Georg Wagner von der DB Netz AG betonte, auch seitens der Bahn habe man sich über diesen Beitrag zum Verkehr gefreut. „Ohne unser Projekt als Basis wäre das nicht möglich gewesen“, sagte er.

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