Projekt mit sattem Sound

Dreitägiges Big-Band-Festival im Domgymnasium

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Big-Band-Sound vom Feinsten wurde am Domgymnasium präsentiert.

Verden - „Das war Big-Band- Sound vom Allerfeinsten“, war von den Gästen des dreitägigen Festivals in der Aula des Domgymnasiums zu hören. Ein „supergeiler Gig“, brachten es die Fans auf den Punkt.

In der Tat präsentierten sich am zweiten Abend zwei fast schon professionell zu nennende Formationen. Es war ein in dieser Besetzung einmaliges Projekt.

Zuerst waren es die BigBand-Allstars mit Musikern aus 30 Jahren Band-Historie des Domgymnasiums, die erst einige Stunden zuvor in einer gemeinsamen Probe mit Susanne Shehata und Michael Spöring das Programm für den Auftritt einstudierten. Sie waren aus ganz Deutschland angereist, freuten sich riesig auf das Konzert und feierten so nebenbei ein Wiedersehen. Ein Jazzer dieser Formation der „Allstars“, Markus Wecker, war bei Gründung der Big Band 1987 noch einige Jahre aktiv.

Sonderapplaus: Sängerin Paula Römer.

In der kurzen Zeit der Vorbereitung gelang es Shehata, die von 1987 bis 2003 die Big Band leitete, und Spöring, der einige Monate später die Nachfolge antrat, die fast 50 Musiker zu einer Einheit zu formen. Insgesamt sieben Titel wurden in den wenigen Stunden einstudiert und zu einem satten, flexiblen Big- Band-Sound geformt. Die Jazzklassiker, unter anderem „Mercy“ und „Birdland“ sowie Duke Ellingtons „Caravan“, begeisterten das Publikum.

Gesteigert wurde die bereits ausgelassene Stimmung danach vom Projekt „Jazz Orchestra“, organisiert vom 19-jährigen Justus Wahlers aus Verden während seines Freiwilligen Sozialen Jahres „Kultur“ im Domgymnasium. Seine Idee, das 30-jährige Bestehen der Big Band mit einer Projektband sowie einem Festival zu verbinden, war bei Michael Spöring auf Zustimmung gestoßen. Begeistert davon war auch Jörn Marcussen-Wulff aus Hannover, der als professioneller Dozent sofort bereit war, die etwa 20-köpfige Besetzung auf den Gig vorzubereiten.

Zwischenzeitlich hatte Wahlers etliche Musiker vor allem aus Formationen, in denen er aktiv war oder auch noch musiziert, für sein Projekt begeistert. Marcussen-Wulff gelang es, die erfahrenen Musiker zu einer Einheit

Musiker als Einheit geformt

zu formen. Für sie war es eine Herausforderung und ein „geiles Feeling“, in der Band zu spielen. „Ich freue mich riesig darüber, dass ich hier mitmachen kann“, so Jan Tümmers aus Verden, der mit Justus Wahlers im Verdener Blasorchester im TSV Borstel aktiv ist. Aktiv in der Band auch dessen musikalischer Leiter, Mattis Meyer, sowie die 18-jährige Ricarda Gärtner, eine der jüngsten Aktiven, die außer in dem Orchester auch bei Souly aktiv ist.

Immer wieder Beifall: Justus Wahlers begeisterte mit seinen Solos das Publikum.

Vom ersten Takt an sprang der Funke, den die Band mit ihrer exzellenten Spielfreude und disziplinierten Virtuosität zündete, auf das Publikum über. Mit Leidenschaft und Engagement wurden die Jazzstandards im Big-Band-Sound gespielt. Euphorisch bejubelte das Publikum dabei die Solos verschiedener Jazzer, wobei vor allem Justus Wahlers mit seinen Improvisationen bei Solos begeisterte.

Mit Klaus Doldingers Musik zum „Tatort“ begann das Programm. Die Vielseitigkeit bewies die Band beim Glenn-Miller-Song „In the mood“, und als Kontrast dazu gab es einen modernen Jazztitel: „Computer“ von Bob Minzer. Als Sängerin begeisterte Paula Römer und auch ein Streicher-Ensemble begleitete die Projektband. Mit lang anhaltendem Beifall feierte das Publikum den Auftritt. Eine Wiederholung folgte am Tag darauf. Da zeigten als Vorband die JazzDogs, der Nachwuchs der Big Band des Dog, ihr Können.

Big Band Festival in Verden

Eröffnet worden war das dreitägige Spektakel von der aktuellen Besetzung der Big Band sowie der Big Band der Helene-Lange-Schule aus Hannover, die mit ihrem Auftritt eine mehrtägige Orchesterfreizeit im Sachsenhain beendete.

„Es passte an allen drei Abenden einfach alles“, freute sich Michael Spöring, der die Leistungen aller Musiker lobte, vor allem aber auch das Engagement von Justus Wahlers.

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