Malerin testet ihre Geschäftsideen

Verdener Pop-up-Projekt: Prill probiert’s

Hereinspaziert! Malerin Ingrid Prill bittet in ihre Pop-up-Galerie in den früheren Räumen von Fisch Bremer in der Fußgängerzone. Geöffnet ist dienstags bis freitags, von 10 bis 18 Uhr, sowie sonnabends, von 10 bis 13 Uhr. Coronakonform darf immer nur ein Besucher zurzeit hinein, Termine gibt es unter Telefon 0174/3114577 oder vor Ort.
+
Hereinspaziert! Malerin Ingrid Prill bittet in ihre Pop-up-Galerie in den früheren Räumen von Fisch Bremer in der Fußgängerzone. Geöffnet ist dienstags bis freitags, von 10 bis 18 Uhr, sowie sonnabends, von 10 bis 13 Uhr. Coronakonform darf immer nur ein Besucher zurzeit hinein, Termine gibt es unter Telefon 0174/3114577 oder vor Ort.

Das Projekt „Probierstadt Verden“ geht in die nächste Runde. Malerin Ingrid Prill verwandelte das ehemalige Fischgeschäft Bremer in eine Galerie.

Schon lange träumt die Verdener Malerin Ingrid Prill von einem eigenen kleinen Geschäft in der Innenstadt.

Über das Projekt „Probierstadt Verden“ hat Prill nun die Möglichkeit, ihre Geschäftsidee in einem Pop-up-Store zu testen.

Bei anderer Gelegenheit konnte sie mit dem Ausstellen ihrer Bilder in Schaufenstern leerstehender Läden schon Erfahrungen sammeln.

Verden – Zwei gehen, eine kommt. Künstlerin Katja Priebe und Einzelhändlerin Beate Hillwig haben ihren gemeinsamen Pop-up-Store in der Großen Straße geräumt, Malerin Ingrid Prill ist eingezogen. In dieser Woche eröffnete sie in den ehemaligen Räumen von Fisch Bremer eine Galerie mit eigenen Werken. Bis Mitte Juni ist nun Gelegenheit, die farbenfrohen Öl- und Pastellbilder in der Fußgängerzone zu erwerben und/oder Ingrid Prill sowie ihrer Praktikantin Anna Mohamed El Said Soliman beim Malen über die Schulter zu gucken.

„Tolle Möglichkeit, sich selber zu repräsentieren“

„Es ist eine tolle Möglichkeit, sich selber zu repräsentieren“, lobt Prill die Initiative der Stadtverwaltung. Seit vergangenem Herbst bietet diese Einzelpersonen und Unternehmen im Rahmen des Projektes „Probierstadt“, gefördert mit Landesmitteln des Programms „Zukunftsräume Niedersachsen“, die Möglichkeit, ihre Geschäftsidee mietfrei und für einen begrenzten Zeitraum zu testen. Das belebt die Innenstadt, vergrößert die Angebotsvielfalt, reduziert das finanzielle Risiko der Betreiber auf ein Minimum und führt im Idealfall zur langfristigen Anmietung eines Ladenlokals.

Ingrid Prill jedenfalls musste nicht lange überlegen, ob sie sich und ihre Idee ausprobieren möchte. „Ich möchte wirklich schon seit Jahren ein kleines Geschäft kaufen. So, dass ich bleiben kann“, berichtet die Eitzerin von ihrem lang gehegten Wunsch, an zentraler Stelle präsent zu sein. Zumal die Künstlerin mit Ausstellungen in den Schaufenstern leer stehender Räume in der Fußgängerzone schon gute Erfahrungen gemacht hat. Das kurbelte den Verkauf an und brachte Menschen in die Kurse, die Ingrid Prill in ihrem Atelier am Holzmarkt anbietet. „Man bekommt einen anderen Bekanntheitsgrad“, fasst sie zusammen.

Ausstellungen und Kurse sind zurzeit nicht möglich

Nun also stellt sie in der Großen Straße 70 aus, nimmt dort Aufträge für Arbeiten entgegen und verkauft. Fleißig war Ingrid Prill in den zurückliegenden Wochen. „Die Zeit hatte ich ja“, blickt sie zurück auf Monate ohne Ausstellungen und ohne Kurse. Winterbilder sind entstanden. Und großformatige, lichtdurchflutete Wald-Werke. Dazu 14 Pastellbilder für ein Buch, in dem die Künstlerin dem Leser Schritt für Schritt erklären möchte, wie diese Maltechnik anzuwenden ist. Während Ingrid Prill nun also begonnen hat, ihre Geschäftsidee zu testen, schmiedet Beate Hillwig, die in den ehemaligen Räumen von Fisch Bremer Alpaka-Produkte angeboten hat, schon Zukunftspläne.

Unbedingt“, antwortet sie auf die Frage, ob sie die Teilnahme am „Probierstadt“-Projekt empfehlen könne.

Mit dem Verkauf ihrer Waren sei es stetig bergauf gegangen, berichtet sie. Nicht wenige Kunden hätten zunächst über den Kauf von Socken getestet, ob sie Alpaka-Wolle am Körper mögen und seien dann wiedergekommen, um größer einzukaufen. Leider habe dann der Lockdown weitere Geschäfte verhindert, sagt Hillwig traurig. „Wir waren letztendlich nur acht Wochen da.“

Neue Konzepte sind willkommen

Dennoch: Die Zeit hat der Verdenerin gereicht, um neue Pläne zu schmieden. Den Abverkauf der „alten“ Ware wickelt Hillwig von zu Hause ab. Im Herbst würde sie dann gerne wieder mit „alpacara“ im eigenen Geschäft in der Verdener Innenstadt durchstarten.

Fabian Fortmann, als Wirtschaftsförderer im Rathaus auch für die „Probierstadt“ zuständig“, freut’s. Es sei ja die Intention des Projektes, „dass man niedrigschwellig ausprobieren kann“, sagt er. Neue Konzepte seien willkommen. Um möglichst viele Ideen umsetzen zu können, sei der Rahmen der „Probierstadt Verden“ ganz bewusst weit gefasst worden.

Von Katrin Preuss

Weitere Informationen

Wer sich am Projekt „Probierstadt Verden“ beteiligen möchte, als Nutzer oder als Anbieter einer Immobilie, kann sich mit Fabian Fortmann von der städtischen Wirtschaftsförderung in Verbindung setzen, Telefon 04231/E-Mail fabian.fortmann@verden.de. Infos sind auch zu finden unter www.verden.de.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Perfekt für den Frühling: Weinpaket „Grün, Grüner, Veltliner“

Perfekt für den Frühling: Weinpaket „Grün, Grüner, Veltliner“

Trotz großem Kampf gegen Man City: Aus für den BVB

Trotz großem Kampf gegen Man City: Aus für den BVB

Smartes Housekeeping: Haushaltshilfe einfach online buchen

Smartes Housekeeping: Haushaltshilfe einfach online buchen

Bindung zu Ihrem Hund stärken – Jetzt kostenlos an einem Online-Kurs teilnehmen

Bindung zu Ihrem Hund stärken – Jetzt kostenlos an einem Online-Kurs teilnehmen

Meistgelesene Artikel

Dörverdener Seniorenheim: Haus 2 wird komplett geräumt

Dörverdener Seniorenheim: Haus 2 wird komplett geräumt

Dörverdener Seniorenheim: Haus 2 wird komplett geräumt
Kreis Verden: Polizei sagt Sündern Kampf an

Kreis Verden: Polizei sagt Sündern Kampf an

Kreis Verden: Polizei sagt Sündern Kampf an
Ausgangssperre: Kreis Verden spielt auf Zeit

Ausgangssperre: Kreis Verden spielt auf Zeit

Ausgangssperre: Kreis Verden spielt auf Zeit

Kommentare