Verdener Versanddienst Postando gegründet

Die Postkarte lebt wieder auf

Verden - Von Volkmar Koy. „Die Freude, die man mit einer schönen Postkarte zugeschickt bekommt, ist nicht zu vergleichen mit einer Whatsapp-Nachricht. Gerade die kleinen Dinge im Leben machen unser Leben besonders“. Derjenige, der das sagt, heißt Dennis Goetjes (30), ist in Verden aufgewachsen und zum Domgymnasium gegangen. Und er hat zusammen zwei Anderen Postando gegründet, lässt die Urlaubs-Postkarte wieder aufleben.

Dennis Goetjes.

Im Gespräch mit dieser Zeitung stellt Goetjes ein junges Unternehmen vor, das praktisch die moderne Online-Welt mit den traditionellen Offline-Werten verbindet. Derzeit arbeitet der Verdener nach einem BWL-Studium in Osnabrück und Wien überdies bei einer Unternehmensberatung in Düsseldorf und ist Gastdozent an einer Hochschule in Dortmund. Neben diesen Tätigkeiten hat er „quasi nebenbei“ im Oktober 2016 mit Studienfreunden das Unternehmen Postando gegründet.

Während seines letztjährigen Urlaubs auf Bali hatte Goetjes nach eigener Aussage durch die Herzlichkeit der Einheimischen die kleinen Dinge des Lebens – im Gegensatz zur schnelllebigen Konsumgesellschaft – schätzen gelernt. Diese Momente zu teilen, könnten weder Whats-app noch irgendwelche Facebook-Posts leisten. „Da krieg ich bestenfalls ein Cool zurück“, war in gewisser Weise die Geburtsstunde von Postando.

Postkarte in Auftrag geben

Seine Idee: „Ich möchte etwas Altbewährtes, sehr Persönliches an meine Liebsten adressieren: die Postkarte, genauer die Postkarte 4.0.“ Goetjes wollte aber auch den üblichen Postkarten-Prozess (Auswählen, Frankieren, Versenden, Ankommen) erheblich erleichtern. Die Lösung war und ist: Mit einer einfachen, nutzerfreundlichen App kann man mit seinen persönlichen Bildern eine echte Postkarte in Auftrag gegeben.

Das Konzept ist einfach: In nur vier einfachen Schritten ist die perfekte Postkarte auf dem Smartphone gestaltet und bereit für den automatischen Versand. Ob aus dem Urlaub, zu Feier- und Geburtstagen, oder einfach nur so, Postando bietet sich für alle Anlässe an. Die Postkarte wird digital auf hochwertigem Papier im klassischen Postkartenformat gedruckt. Der Versand durch Goetjes und seine Mannschaft beträgt in Deutschland nur ein bis drei Werktage sowie drei bis sieben Werktage ins Ausland und ist in den Kosten pro Karte (egal wohin) von 1,99 Euro enthalten. Los gehts auf www.postando.de, sogar noch günstiger (siehe den Beitrag zum Abschluss dieses Artikels).

Bekanntheit: ausbaufähig

Ganz neu ist diese Postkarten-Idee allerdings nicht. Goetjes dazu: „Ja, es gibt auch andere Apps, mit denen man Fotos als Postkarte verschicken kann, wobei nur ein Bruchteil der Menschen die Postkarten verschicken und diese auch tatsächlich mit Apps gestalten und versenden. Die Bekanntheit ist noch sehr ausbaufähig, und bei zahlreichen koordinierten Umfragen haben wir festgestellt, dass den meisten Smartphone-Usern diese Funktionalität gar nicht bekannt ist.“

Goetjes weiter: „Jährlich werden rund 250 Millionen Postkarten in Deutschland durch die Post befördert.“ Allein aufgrund dieser Zahl werde die Größenordnung des Potenzials deutlich. Und von diesem Kuchen möchte Postando natürlich ein Stückchen abhaben. Der User sende seine ganz persönliche Postkarte für 1,99 Euro weltweit. Hiervon bleibe eine kleine Marge im Unternehmen, die zurzeit für die Weiterentwicklung der App und die Vermarktung genutzt werden, so der 30-Jährige. Aktuell liege der Fokus weniger auf der Profitabilität. Das sei noch Zukunftsmusik.

Dennis Goetjes zeigt, was für Postando notwendig ist: ein Smartphone und einige Urlaubsbilder. - Foto:

„Wir sind übrigens nachhaltig“, betont Goetjes. „Jetzt kann man sagen, was macht das schon aus, aber wir glauben, dass jeder einzelne den Beitrag leisten muss. Wir drucken auf Co2-neutralem Papier und verschicken mit Go-Green. Und: wir verwenden keinen UV-Lack, weil dabei Ozon ausgestoßen wird. Um den Einfluss im Alltag zu verdeutlichen: Wenn alle Postkarten in Deutschland auf Co2-neutralem Papier gedruckt würden, entspräche dies der Einsparung von rund 4960 Fahrten von Hamburg nach München mit einem normalen Familienauto.“

Und hier der exklusive Bonbon für unsere Leser: 

Wer den Rabattcode „VAZ2017“ im Bestellprozess bei Postando eingibt, bezahlt statt der üblichen 1,99 Euro pro Karte immerhin 25 Prozent weniger, folglich also nur 1,45 Euro. Und das zu jedem Anlass.

Rubriklistenbild: © Postando

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