Besorgte Anwohner melden sich über Notruf

In Verden am Plattenberg: Polizeieinsatz nach Leichenfund

Die Sicherung von Spuren nahm am Donnerstag mehrere Stunden in Anspruch. Sie dauerte bis in die Abendstunden.
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Die Sicherung von Spuren nahm am Donnerstag mehrere Stunden in Anspruch. Sie dauerte bis in die Abendstunden.

Besorgte Nachbarn riefen die Polizei. Die Beamten fanden in einer Wohnung am Plattenberg darauf hin einen toten Mann. Nach intensiver Spurensuche und einer Obduktion konnte ein Gewaltverbrechen ausgeschlossen werden.

Verden – Nachdem sich besorgte Nachbarn bei der Polizei gemeldet hatten, kontrollierten Beamte am Donnerstagnachmittag die Wohnung eines 49 Jahre alten Mannes in einem Mehrfamilienhaus am Plattenberg. Die Sorgen waren berechtigt, der Mann war tot. Es folgte ein großer Polizeieinsatz, denn es bestand der Verdacht eines Tötungsdeliktes. Am Freitagvormittag wurde nach Polizeiangaben bei einer Obduktion ein „natürlicher Tod“ festgestellt.

Um mögliche Spuren nicht zu zerstören, schlüpften die Beamten in Schutzanzüge.

Polizei Verden: Todesursache zunächst ungeklärt

„Da die Todesursache zunächst ungeklärt war, wurden sofort umfangreiche Ermittlungen durch die Polizei und Staatsanwaltschaft eingeleitet“, teilte die Verdener Polizei am Freitag mit. „Das ist der normale Ablauf, wenn man davon ausgeht, dass ein Gewaltdelikt vorliegen könnte“, erklärte Sebastian Landwehr, Sprecher der Polizeiinspektion Verden/Osterholz.

Dazu gehörte die sofort gestartete Nachbarschaftsbefragung genauso wie die Spurensicherung in dem Mehrfamilienhaus. Etliche Beamte waren vor Ort, betraten, vielfach in Schutzanzügen, das Gebäude. Der Eingangsbereich wurde abgesperrt. „Bei Kapitaldelikten erfolgt immer eine größere Spurensicherung“, verdeutlichte Landwehr. Weil auch Spuren an dem Leichnam gesichert werden, sei die Spurensicherung vor Ort immer der erste Schritt. „Die Obduktion ist der letzte Schritt an der Person“, erklärte der Polizeisprecher die Reihenfolge. Die Spurensicherung in dem Mehrfamilienhaus dauerte bis in die Abendstunden.

Auch den Eingangsbereich zu dem Mehrfamilienhaus sperrte die Polizei zunächst ab.

Verden am Plattenberg: Anwohner reagieren betroffen

Anwohner zeigten sich nicht nur betroffen angesichts des Todes des erst 49 Jahre alten Mannes, sondern auch besorgt angesichts eines möglichen Tötungsdeliktes. Erinnerungen wurden wach an den gewaltsamen Tod einer 41 Jahre alten Frau im August 2019, nur wenige hundert Meter entfernt in einem Mehrfamilienhaus in der Straße Am Meldauer Berg. Dabei hatte es sich um eine Beziehungstat gehandelt. Der 39 Jahre alte Täter wurde im April 2020 wegen Totschlags zu acht Jahren Haft verurteilt. Erst im Januar hatte es einen großen Polizeieinsatz gegeben, nachdem an einem Sonntagmittag ein Streit und Schüsse in dem Bereich Plattenberg/Trift gemeldet worden waren. Nach den Beteiligten wurde vergebens mit Beamten, Polizeihunden und der Unterstützung durch einen Hubschrauber gesucht. Zum Stand dieser Ermittlungen konnte der Polizeisprecher keine Angaben machen.

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