GESCHICHTEN DES ALLTAGS: Bei Anruf droht umgehend Hilfe

Auf den Hund gekommen

Plüschtier
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Der ist doch süß

Verden – Wir in der Redaktion sind ja eine Quelle der Informationen. Und nicht nur das. Wir helfen gerne, schnell, umsichtig und zuverlässig....

Und, ich wage mich mal weit aus dem Fenster, uns zeichnet ein hohes Maß an Auffassungsgabe aus. Ruft jemand an, wird umgehend reagiert, insbesondere dann, wenn es um einen Verlust geht, der schmerzt. Und so war es denn auch selbstverständlich, dass ich, als morgens, ein paar Minuten vor Dienstbeginn, das Telefon der Kollegin klingelte, umgehend das Gespräch annahm, weil besagte Kollegin noch nicht am Platz war.

Ein freundlicher, der Stimme nach jüngerer Mann meldete sich am anderen Ende der Leitung. „Der Hund auf dem Foto, das heute auf Facebook von ihrer Zeitung veröffentlicht wurde, genau der Hund gehört meiner Tochter“, eröffnete der Mann das Gespräch. Klar, dass ich sofort schaltete, mit Fundtieren kenne ich mich schließlich aus: Hund, Verlust, Suche, wiederfinden, da konnte nur das Tierheim helfen. Der Mann brauchte gar nicht weiterzureden, also unterbrach ich ihn, nuschelte wohl irgendetwas in den Hörer, nannte ihm dann die Telefonnummer der Einrichtung und legte auf. Gut gemacht, dem kann geholfen werden, dachte ich noch still bei mir – bis erneut das Telefon klingelte. Mein Blick fiel aufs Display des Apparates. Ha, die Nummer kenne ich doch, da war doch was, vor ein paar Minuten. Ich nahm den Hörer ab, hörte am anderen Ende die vertraute Stimme eines Mannes, der mir irgendetwas von einem plüschigen, niedlichen Hund zu erzählen versuchte. Es blieb zunächst beim Versuch, weil er zwischendurch immer wieder laut glucksend zu lachen begann. Ich versuchte ihn, zu beruhigen, schaffte es auch, sodass er mir, wenn auch mit Lachpausen, halbwegs vernünftig seine Geschichte nochmals, diesmal zuende, erzählte, woraufhin ich schon nach wenigen Sätzen lauthals und nicht weniger glucksend in sein Lachen einfiel. So, da ich mich mittlerweile wieder beruhigt habe, will ich sich Sie, liebe Leserinnen und Leser, nun nicht länger auf die Folter spannen. „Fion“, so der Name des niedlichen plüschigen Hundes, war – natürlich – nicht im Tierheim, wie der nette Herr von der lachenden Pflegerin erfahren musste. Denn bei „Fion“ handelt es sich zwar durchaus um einen Hund – allerdings um ein lebloses Kuscheltier aus Plüsch. Warum er überhaupt im Tierheim angerufen hat, das konnte mir mein Gesprächspartner nicht erklären. Er hatte wohl einfach nur die Telefonnummer notiert. Aber immerhin – lange Rede kurzer Sinn: „Fion“, der bei der Kollegin ein paar Nächte verbringen musste, ist wieder bei seinem Frauchen! Und alle hatten Spaß!

Von Markus Wienken

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