Stellmacher-Hof muss weichen / Auch Würth und Autowaschboxen entstehen

Abriss in Dauelsen schafft Platz für Burger King

Ein Abrissbagger macht sich an einem Haus zu schaffen, daneben stehen Baucontainer.
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Mit schwerem Gerät sind Spezialisten derzeit damit beschäftigt, die ehemalige Stellmacher-Hofstelle zwischen Hamburger und Achimer Straße abzureißen. Auf dem Grundstück soll unter anderem ein Restaurant der Fastfood-Kette Burger King entstehen.

Im Dezember vergangenen Jahres noch mochte Burger King gegenüber der Verdener Aller-Zeitung nicht bestätigen, dass die Fast-Food-Kette sich in der Allerstadt ansiedelt. Nun aber steht fest: Zur Mitte dieses Jahres soll es am Dauelser Kreisel nicht nur Chicken McNuggets, Big Mac und das Happy Meal geben, sondern auch Bacon King, Double Whopper und King Jr. Meal. Denn knapp 200 Meter nördlich von Mitbewerber McDonalds eröffnet Burger King ein Restaurant.

  • Derzeit ist der Abrissbagger auf dem Stellmacher-Hof beschäftigt.
  • Bau des Fastfood-Restaurants soll zeitnah beginnen.
  • Handelsunternehmen Würth zieht ebenfalls auf das Gelände.

Verden – Zurzeit läuft auf dem Areal zwischen Achimer und Hamburger Straße der Abriss. Über mehrere Tage hatten Mitarbeiter des Visselhöveder Abbruchspezialisten Kar Krüger Mobiliar, Wand- und Deckenverkleidungen aus dem ehemaligen Bauernhaus geschleppt. Nun rückten sie mit schweren Gerät an, um das Backsteinhaus und seine Nebengebäude dem Erdboden gleich zu machen. Und das geht gut voran.

Früher war hier eine kleine Post-Filiale

„Stellmacher-Hof“ oder „Rademakers Hoff“ wird die Anlage von den alteingesessenen Dauelsern genannt. 100, vielleicht 120 Jahre alt sei das Gebäude, schätzt Ralf Reincken, Sohn des letzten Besitzers. Wagenräder seien dort hergestellt worden. Auch die Post hatte hier einst eine kleine Filiale. Bis in die 1960er-Jahre hinein sei die Hofstelle als Radmacher-Werkstatt in Betrieb gewesen, meint Reincken. Er kann sich noch erinnern an eine Kuhle im Boden zum Bespannen der Räder, an Hobelbänke, eine Königswelle und einen alten Dieselgenerator. Einiges von dem Werkstatt-Interieur sei an ein Museum gegangen. Sein Vater habe die geräumige Immobilie dann später gekauft. Als Industriefotograf habe er Platz für ein Atelier benötigt, berichtet Reincken.

Waschboxen-Station und zwei Ladesäulen für E-Autos kommen auch

Doch nun ist der Hof bald Geschichte. Ist das Gelände abgeräumt, möchte der Investor, die RS Investor- und Verwaltungsgesellschaft, möglichst zeitnah mit dem Bau beginnen. Das Lüneburger Unternehmen plant auf der rund 4 500 Quadratmeter großen Fläche nicht nur die Errichtung eines Fast-Food-Restaurants. Auch das baden-württembergische Handelsunternehmen Würth wird seine Verdener Niederlassung von der Neuen Schulstraße an die Hamburger Straße verlegen. Direkt an der Bundesstraße sei die sogenannte Mikrolage besser, erklärte Würth-Sprecherin Sonja Löhlein. „Die Kunden haben dort einen besseren Zugang.“ Am Würth-Sortiment werde sich nach dem Umzug aber nichts ändern. Es umfasse rund 5 000 Artikel, vom Montage- und Befestigungsmaterial über Maschinen und Werkzeuge bis zum Arbeitsschutz-Bedarf. Kaufen können bei Würth ausschließlich Gewerbetreibende. Mit der Errichtung einer Waschboxen-Station mit drei Plätzen und zwei Ladesäulen für E-Autos ist das Areal dann komplett genutzt.

Zufahrt von der Achimer und der Hamburger Straße möglich

Wer es anfahren will, kann dafür sowohl die Achimer als auch die Hamburger Straße nutzen. Die Fläche werde von beiden Straßen aus erschlossen, berichtet Planer Robert Hofmann und verweist darauf, dass der bestehende Bebauungsplan das bereits vorsieht. Im selben Atemzug lobt er die gute Zusammenarbeit mit dem Bauamt der Stadt. Für den Architekten ist das Verdener Projekt nicht das erste für Burger King. Auch mit den Lüneburgern hat der Berliner schon zusammengearbeitet. „Wir kennen uns ganz gut“, umschreibt es ein Vertreter des Investors. Die Lüneburger RS Investor- und Verwaltungsgesellschaft als Eigentümerin wird die Immobilien nach ihrer Fertigstellung – geplante Bauzeit 14 bis 16 Wochen – an Würth und Burger King vermieten. Die Fast-Food-Kette werde, so Hofmann, ihr Restaurant nicht, wie bei der Mehrzahl der Lokale, an einen Franchise-Nehmer vergeben, sondern selber betreiben.

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