Die plattdeutsche Sprache ist immer noch in / Ausverkauftes Dörpshus

Musik und Humor in Walle

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„Blödel-Duo“ Friedel Plenge (links) und Ingo Duncker hielten einen Schnack über den Gartenzaun.

Verden-Walle - Immer einen Besuch wert ist der plattdeutsche Abend des Heimatvereins Walle. Seit Ende der 80er begeistert er das Publikum. In diesem Jahr waren vier Vorstellungen im Programm, von denen drei am Wochenende stattfanden und ausverkauft waren. Am Freitag sind bei der letzten Veranstaltung nur noch wenige Plätze frei.

„Wir freuen uns natürlich über diese gute Resonanz, zeigt sie doch, dass die plattdeutsche Sprache immer noch in ist“, zeigte sich der Vorsitzende des Heimatvereins, Herbert Meyer-Bolte, stolz über das große Interesse in der Bevölkerung. Er hieß die Gäste im „Waller Dörpshus“ willkommen und moderierte das etwa drei Stunden dauernde, lustige und abwechslungsreiche Programm mit Musik, Gesang und viel Humor. Das Publikum honorierte die Leistungen mit viel Beifall.

Entgegen der vergangenen Jahre leitete das „Blödel-Duo“ Friedel Plenge und Ingo Duncker den Premierenabend mit einem Schnack über den Gartenzaun ein und nahmen so ziemlich alles aufs Korn. Den beiden Originalen galt die Ehre zum Auftakt des Abends, da sie in diesem Jahr zum letzten Mal gemeinsam auftreten.

Die Singgruppe des Vereins wurde verstärkt durch Aktive der Chorgemeinschaft Langwedel/Borstel und fand unter der Leitung von Helmut Suckert den Beifall des Publikums.

Die Theatergruppe gestaltete erneut einen großen Teil des Abends und forderte das Publikum mit Spielwitz und Spielfreude immer wieder zu Szenenapplaus heraus. Training für die Lachmuskeln war der von Beate Irmisch in Hochdeutsch geschriebene Einakter, den Kurt Müller unter „De verflixte Böcks“ ins Plattdeutsch übersetzt hatte. Unter der Leitung von Anja Jacobs zeigten Cord-Hinrich Willenbrock, Dörte Schiemann, Vera Carstens, Tanja Oelkers, Sven Aschmies, Markus Mohmeyer und Wolfgang Bode ihr schauspielerisches Talent.

Im zweiten Einakter erlebte das Publikum ein furioses Schauspiel von Petra Blume: „Wat för´n Froo“ hieß es, und Annegesine Liebrum hielt als Entführungsopfer die zwei Entführer Tim Blendermann und Thorsten Schneider in Atem. Heiner Köster und Sven Ludwig stellten zwei Polizisten dar.

Etwas frivol zeigten sich Thorsten Schneider und Sven Aschmies bei einem musikalischen Sketch „Gutefrage“, von Kurt Müller unter dem Titel „Hoor am Sack“ ins Plattdeutsche übertragen.

Am Premierenabend fehlte der „Poppentanz“ der Frauen-Männer-Gruppe. Bei den beiden weiteren Vorstellungen heizten sie dem Publikum so richtig ein.

Einen Dank richtete Meyer-Bolte an die vielen Helfer, die mit ihrem Engagement zum Gelingen beitrugen. Die Musikgruppe unter der Leitung von Helmut Schulz umrahmte die Abende. Die Grupppe des Heimatvereins „De Uppassers“ versorgte die Gäste mit Snacks und Getränken. Die Gestaltung der Bühne lag in den Händen von Detlef Peterson, Clemens Jackobs und Heike Lässig, unter Mitarbeit der gesamten Gruppe. Clemens Jackobs und Daniel Wrede waren für Licht und Ton zuständig. Als Souffleuse amtierte Heike Lässig, für Garderobe und Maske waren Ilka Barbato mit Tochter Alea sowie Sabine Gerkens von den Holtebüttler Plattsnackers zuständig. Detlef Peterson war für die Gesamtleitung verantwortlich.

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