Keine Aktivität im Kirchenkreis bis 6. September

Planungssicherheit für Posaunenchöre

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Veranstaltungen wie das Kreisposaunenfest sind vorerst nicht möglich.

Verden – „Mit dem Beschluss, dass bis zum 6. September keine Aktivitäten wie gemeinsame Proben oder Auftritte stattfinden dürfen, soll den Chören und Posaunenchören im Kirchenkreis unter anderem eine Planungssicherheit für die kommenden Wochen gegeben werden“, erläuterte Tillmann Benfer, Kirchenmusikdirektor am Verdener Dom, in einem Schreiben der Superintendentur, das kürzlich alle dem Kirchenkreis angehörenden Ensembles erreichte.

„Seit Mitte Mai können unter der strikten Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln auch wieder öffentliche Gottesdienste gefeiert werden“, erläuterte Benfer: „Aber zur weiter geltenden Beschränkung zählt es, dass weiterhin die musikalische Begleitung des normalen Gottesdienstes durch die Bläser und Sänger aber auch das gemeinsame Singen der Besucher nicht möglich ist“, erläuterte Benfer, der auch Leiter des Domchores und des Domposaunenchores ist: „Wie lange das dauert, weiß derzeit niemand mit Gewissheit zu sagen“.

Hinsichtlich der Gottesdienste unter freiem Himmel zu Pfingsten, aber auch an anderen Sonntagen ist nach den Worten von Benfer der Einsatz einer kleinen Bläsergruppe von bis zu sechs Personen möglich. Auch hier gelten Abstandsregelungen untereinander und zu anderen Teilnehmern und Gästen. Beim Freiluftgottesdienst zu Himmelfahrt sei diese Premiere positiv aufgenommen worden. Nach derzeitigem Erkenntnisstand sei der Einsatz eines Solisten auch bei Gottesdiensten in der Kirche möglich, sofern die Abstandsregeln eingehalten würden.

Für den Leiter des Posaunenchores Fischerhude, Armin Hennig, war es kaum zu glauben, als er das Datum 6. September sah. „Das ist schon heftig“, so der freiberufliche Musiklehrer, der auch an der Musikschule unterrichtet und in „weltlichen“ Ensembles aktiv ist. Nachvollziehbar sei, dass eine vermutete besondere Infektionsgefahr durch Sänger und Bläser der Blechblasinstrumente untersucht worden sei. Jetzt herrsche aber Verwunderung und Unverständnis darüber, weshalb am Auftritts- und Probenverbot festgehalten werde, obgleich in fachlich fundierten Studien die Gefahr nicht bestätigt worden sei.

„Als Teil der Landeskirche haben wir mit unserer Bläserarbeit diese Maßnahmen unterstützt“, schrieben die Landesposaunenwarte Lennart Rübke und Reinhard Gramm, der für Verden zuständig ist, in einer Mitteilung an die Posaunenchöre. Etwas verwundert zeigte sich Lennart Rübke in einer Messenger-Nachricht über das vom Kirchenkreisvorstand festgeschriebene Datum 6. September. Der in Neddenaverbergen aufgewachsene Rübke, der im Posaunenchor Wittlohe das Fundament für die musikalische Ausbildung legte, wusste auch nichts von einem Termin.

Posaunenchöre bei Gottesdiensten sind derzeit verboten.
Lennart Rübke  Foto: jens schulze

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