VWE plant Umschlagsanlage / Bürger-Info im Rathaus / Zwei Millionen Kosten

Neues Bild am Clüversweg

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Das Kerngebiet des neuen Umschlagsplatzes der VWE mit den umliegenden Straßen.

Verden - Von Volkmar Koy. Der Weg ist das Ziel. So lassen sich im übertragenen Sinne die Planungen der Verden-Walsroder-Eisenbahn (VWE) bezüglich einer neuen Umschlagsanlage Straße/Schiene am Clüversweg in Verden beschreiben. Das Projekt wurde jetzt im Rahmen einer Bürgerinformation im Rathaus vorgestellt.

Geschäftsführer Uwe Roggatz und seinem Stellvertreter Henning Rohde war es vorbehalten, nach der Begrüßung der Bürger durch Lutz Brockmann, die Einzelheiten vorzustellen. Insbesondere die verkehrliche Anbindung und auch schalltechnische Immissionsprognosen machen das Vorhaben, das Ende des Jahres begonnen werden und schon Mitte 2016 fertiggestellt werden soll, durchaus ambitioniert.

Nach den Worten Rohdes ist die VWE seit dem 1. Januar 2014 Eigentümerin des fraglichen Geländes, wo bislang der Baustoffbetrieb Rathsmann seine Heimat hatte. Drei Jahre habe laut Rohde die VWE Ausschau nach einem geeigneten Platz für die Umschlagsanlage gehalten. Mit der jetzigen Entscheidung sei auch eine Stärkung des Wirtschaftsstandortes Verden verbunden. Als Investitionssumme stehen zwei Millionen Euro im Raum. Laut Rohde habe die VWE Fördermittel des Landes beantragt.

Bei einem Gutachten eines Fachbüros sei herausgekommen, dass die Immissionsrichtwerte für die Nutzungsszenarien Splitt- und Holzumschlag eingehalten werden. Ferner würden die Grenzwerte des betriebsbedingten Verkehrs auf Straßen und Schienen unterschritten. Schließlich werde die angrenzende Wohnbebauung entlang der Moorstraße durch Umverlagerungen (Verladung und Verkehr) schalltechnisch entlastet.

Die Ausgangslage für die Planung stellte sich folgendermaßen dar: Die heutige Lkw-Zufahrt erfolgt ausschließlich über Moorstraße/Ysotunnel und Im Burgfeld. Die derzeitigen Umschlagsaktivitäten bestehen aus Rohholz (aus heimischen Wäldern, Umschlag vom Lkw auf Bahnwaggon) und feinkörnigem Splitt vom Bahnwaggon auf Lkw.

Die Prognosen der VWE gehen von Umschlagsaktivitäten durchschnittlich einem Zug pro Woche aus. „Wir rechnen mit 20 bis 25 Holzzügen und 10 bis 15 Splittzügen im Jahr“, sagte Henning Rohde. In Zahlen augedrückt: Ein Rohholzug mit rund 1200 Tonnen Ladung umfasst 50 Lkw-Fahrten; ein Splittzug mit 2000 Nettotonnen hat eine Kapazität von rund 70 Lkw-Fahrten.

Zukünftig sollen die An- und Abfahrten ausschließlich über die Siemensstraße/Clüversweg abgewickelt werden. Die Anwohner in der Moorstraße würden also durch Verlagerung der Umschlagsaktivitäten und Vermeidung von Straßenverkehr in Sachen Lärm-Immission entlastet, skizzierte der stellvertretende VWE-Geschäftsführer die Vorteile des Projektes. Auch die Kompensationsmaßnahmen haben es in sich: In der Gemarkung Dörverden/Hülsen werden 7010 Quadratmeter mit Laubgehölzen bepflanzt. Außerdem werden sechs Nistkästen für Meisen aufgehängt.

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