Pianistin SangAh Lee gestaltet zweites „Gute-Nacht“-Konzert in Andreaskirche

Nächtliche Klänge mit ganz viel Atmosphäre

SangAh Lee präsentierte ihre kleine Nachtmusik in der Andreaskirche.
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SangAh Lee präsentierte ihre kleine Nachtmusik in der Andreaskirche.

Verden - Von Johanna Zeuner. Eine „bewegte Stille“ war zu vernehmen bei der zweiten Gute-Nacht-Musik in der Andreaskirche. Die Pianistin SangAh Lee erfüllte mit ihrer kontrastreichen Interpretation von Beethoven bis Liszt den Raum mit einer musikalisch meditativen Atmosphäre. SangAh Lee, in Seoul geboren, unterrichtet seit 2008 an der Musikschule Con-Takte in Verden.

Mit vier Jahren begann sie selber am Klavier. Mehrere Preise konnte sie in schon jungen Jahren erspielen. Ihre rege Konzerttätigkeit und ihr Studium bei Professor Seibert in Bremen samt mehreren Meisterkursen machten sie zu einer Lehrerin, die ihre Schüler auch für Aufnahmeprüfungen und Wettbewerbsteilnahmen vorzubereiten vermag.

Mit der bekannten „Mondscheinsonate“ von Ludwig van Beethoven eröffnete die junge Musikerin das Konzert bedacht und mit weichen Tiefen. Der zweite und dritte Satz offenbarte den für die Pianistin typischen Stil, der sich zwischen klar und energetisch gesetztem Anschlag und nahezu poetischen Linien gekonnt zu bewegen vermag. Die Besucher wurden so sehr schnell zum intensiven Zuhören animiert. Auch die Lesung von drei sich über das Programm verteilenden sensibel gelesenen Abendgedichten durch Silke Deyda trug zu der besonderen Stimmung des Konzertes bei. Claude Debussys „Estampes“ (1903) überraschten vor allem im dritten Satz „Jardin sous la Pluie“, in dem Debussy nahezu bluesmäßige Rhythmen in seine Komposition eingeflochten hat. Ein Heimspiel, so wollte es scheinen für die Verdener Pianistin, die sich viel mit der klassischen Moderne beschäftigt hat. Mit Franz Liszts Variationen über Themen aus Bachs H-Moll-Messe und der Kantate „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ schloss das Konzert eindrücklich ab.

Der in aller Ruhe vorgetragene sehr Bach-gemäß interpretierte Choral „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ setzte einen eindrucksvollen Punkt unter dieses sehr gut besuchte Konzert.

Thomas Grunwald-Deyda, Initiator der Konzertreihe und neuer Organist der Andreaskirche, zeigte sich zufrieden. Sein Konzept zu einer „fortgeschrittenen Abendstunde“ ein Klavierkonzert in einer Kirche anzubieten, scheint aufzugehen.

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