Mehr Unterstützung und Rechtssicherheit

„Pfad Niedersachsen“ hat neuen Vorstand

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Der Vorstand von „Pfad Niedersachsen“ (v.l.): Nevim Krüger, Marianne Eggelmann, Bettina Sander, Jörg Picker und Gerda Wallaart. Es fehlt Andreas Rennhack.

Verden - Einen neuen Vorstand wählte der „Pfad Niedersachsen“ (Landesverband der Pflege- und Adoptivfamilien) jetzt bei einer Mitgliederversammlung in Verden.

Den geschäftsführenden Vorstand bilden für zwei Jahre Gerda Wallaart (Aurich), Bettina Sander (Celle) und Jörg Picker (Diepholz). Als Beisitzer fungieren Marianne Eggelmann und Nevim Krüger (beide Celle) sowie Andreas Rennhack (Harburg).

Vorstand beauftragt die Satzung zu überarbeiten

Im weiteren Verlauf der Tagung im Niedersachsenhof nannten die Teilnehmer als eine der wichtigsten Aufgaben des neuen Vorstandes, neue Strukturen zu schaffen. Der Vorstand wurde deshalb beauftragt, die Satzung zu überarbeiten.

Im Jahresbericht bezeichnete Gerda Wallaart die Seminare des Landesverbandes zur Qualifizierung als Krisenhelfer/Beistand als wichtige Veranstaltungen unter der fachkundigen Leitung von Diplom-Sozialpädagogin Henrike Hopp. Auch die weiteren Seminare, „Das fetale Alkoholsyndrom, die unsichtbare Behinderung“ in Celle und „Pflege-/Adoptivkinder alkoholabhängiger Mütter – Fasd – die Justiz – Fasd und Adhs – Die Grenzen der Diagnostik“ in Lüneburg mit Prof. Dr. Hans-Ludwig Spohr von der Charité Berlin, fanden eine sehr starke Resonanz. Sowohl viele Pflegekinder (in Niedersachsen etwa 8 000) als auch Mitarbeiter der Jugendämter nähmen daran teil. Auch über die Seminare hinaus unterstützt „Pfad“ Mitgliedsvereine und Einzelmitglieder des Verbandes.

25 Jahre „Pfad Niedersachsen“ am 2. September

Über den Einsatz im bundesweit tätigen Arbeitskreis Agenda Pflegefamilien, in dem der „Pfad Niedersachsen“ Mitglied ist, und den Treffen des Runden Tisches der vier Bundesverbände von Pflege- und Adoptiveltern berichtete Gerda Wallaart. Henrike Hopp als Ehrenmitglied fasste knapp die Reform des SGB VIII und Teilen des BGBs zusammen. Pflegefamilien und auch die leiblichen Eltern sollen dadurch mehr Unterstützung und Rechtssicherheit erfahren.

Hervorgehoben wurde schließlich, dass „Pfad Niedersachsen“ die Einrichtung von Ombudsstellen im Land als unabhängige Beschwerdestelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene unterstützt, die Anspruch auf Leistungen nach dem SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfe) haben. Kerstin Held als Vorsitzende des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder bat in der Versammlung um Unterstützung bei der Demonstration „Wie behindert ist das denn?“, die am Dienstag, 20. Juni, in Berlin stattfindet.

Seit mehr als drei Jahrzehnten setzen sich der Bundesverband, zahlreiche Selbsthilfeorganisationen sowie freie und öffentliche Jugendhilfeträger für die dringend notwendigen Verbesserungen der Rechte von Kindern mit Behinderungen in Pflegefamilien ein und möchten mit dieser Demonstration die breite Öffentlichkeit ansprechen. Der „Pfad Niedersachsen“ setzt für die Fahrt nach Berlin einen Bus ein.

Am 2. Septmber feiert der „Pfad Niedersachsen“ sein 25-jähriges Bestehen im Wildpark Nindorf. Hierzu sind Pflegefamilien herzlich eingeladen.

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