Allerniederung wird zur Erholungszone

Die Pferde bleiben vor der Reiterstadt

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Bürgermeister Lutz Brockmann und Umweltschutzbeauftragter Bernd Kiefer vor dem Entwurf.

Verden - Die Allerniederung zwischen der Kreisgrenze bei Hülsen und der Mündung in die Weser bei Verden-Eissel auf einer Länge von etwa 22 Kilometern soll als Natur- beziehungsweise Landschaftsschutzgebiet unter Schutz gestellt werden. Der überarbeitete Verordnungsentwurf mit Karten des Gebiets wurde Anfang diesen Monats ausgelegt, damit betroffene Personen Anregungen und Kritik äußern können. Bürgermeister Lutz Brockmann hat in einem Pressegespräch erklärt, wie der aktuelle Stand des Verfahrens ist.

Die geplanten Schutzgebiete, die vom Land mit EU-Mitteln gekauft wurden, dienen der Sicherung des europäischen Flora-Fauna-Habitat-Gebietes „Untere Allerniederung“. Die europäischen Vorgaben zur Erhaltung von Flora und Fauna sollen in einem Schutzkonzept berücksichtigt werden. „Ich bin sehr glücklich, dass die von uns gewünschte Erholungszone kommt und dass es keine neuen Verbote und Auflagen gibt“, betont Brockmann. Der gesetzliche Anleinzwang für Hunde und Schutz diverser Pflanzen wie Röhrichte gelte dennoch. Die ausgewiesene Ruhezone erstreckt sich zwischen der Eisenbahnbrücke bis nördlich zum Hafen. Darin eingeschlossen ist auch das Ufer sowie Teile der Aller, damit auch Baden für Mensch – und stellenweise auch für Hund – weiterhin möglich ist. Für Hunde ist eine Auslauffläche von drei bis vier Hektar geplant, das ist in etwa so groß wie der Domfriedhof. Dort gilt nur der gesetzliche Leinenzwang. Brockmann wünscht sich zusätzlich eine weitere Fläche für Hunde nahe der Eisenbahnbrücke. Erhalten bleiben auch die freilaufenden Pferde auf den Wiesen vor der Allerstadt, ebenfalls erlaubt bleibt die Schleppjagd. Gleichzeitig sollen die Schutzgebiete dem Erholungsbedürfnis der Menschen, die in der Stadt Verden und in den Gemeinden Kirchlinteln und Dörverden leben, gerecht werden. Spazieren gehen, Sport treiben und weitere Aktivitäten sollen uneingeschränkt möglich sein. Der Umweltbeauftragte Bernd Kiefer betont: „Der Mensch soll sich dort naturverträglich bewegen dürfen.“ Bedeutet, dass unter Schutz gestellte Tier- und Pflanzenarten dennoch nicht beeinträchtigt werden dürfen.

Langfristig sei auch die Verlängerung des Alleruferweges ein Ziel, erklärt Brockmann, sofern die anliegenden Grundstücksbesitzer ihre Zustimmung geben. Insgesamt zeigen sich Brockmann und Kiefer zufrieden: „Das, was wir als Stadt für die Erholungszone gefordert haben, wurde größtenteils so angenommen.“

Der Entwurf hängt noch bis zum 14. September im neuen Rathaus in der Ritterstraße, beim Landkreis sowie in den Rathäusern in Kirchlinteln und Dörverden aus. Bis dahin sind Beschwerden und Anregungen möglich. Im Oktober soll die Satzung erlassen werden. 

mas

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