Peter Karp und Sue Foley geben beeindruckendes Gastspiel in Verden / Jahresabschlusskonzert von Jazz und Blues

Magische Momente in der Aula

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Ein Quartett der besonderen Güteklasse (v.l.): Peter Karp, Mike Catapano, Sue Foley und Niles Terrat.

Verden - Einen besonderen musikalischen Leckerbissen präsentierte der Verein Verdener Jazz- und Blues-Tage am Sonnabend in der Aula des Verdener Domgymnasiums. Peter Karp und Sue Foley gaben dort mit ihrer Band im Rahmen der Europatournee ihr einziges Konzert in Nord- und Westdeutschland.

Er habe Sue Foley vor 20 Jahren schon einmal in ihrer zwischenzeitlichen texanischen Heimat Austin live erlebt, verriet der Vereinsvorsitzende Volkmar Koy in seiner Begrüßung. Nur mit Steaks, wie sie damals während des Konzertes serviert worden seien, könne er an diesem Abend nicht dienen. Dafür aber mit Musikern der absoluten Extraklasse. Zur Zeit dürfte es kein anderes Duo geben, das Peter Karp und Sue Foley das Wasser reichen kann.

Bevor sie zusammen kamen, waren beide früh erfolgreich. 2006 waren sie sich beim Ottowa Blues Festival zum ersten Mal begegnet. Die musikalische Partnerschaft ist aber erst nach einem langen Briefwechsel und nach persönlichen Schicksalsschlägen auf beiden Seiten gewachsen. Entstanden ist daraus etwas völlig Neues, das zu Recht begeistert. Das Verdener Publikum konnte sich in der leider nicht ganz ausverkauften Aula des Domgymnasiums überzeugen.

Peter Karps charismatische Erscheinung, seine wie für den Blues geschaffene Stimme und seine instrumentalen Fähigkeiten an Gitarre und Piano werden ergänzt durch sein Talent als Songwriter, in welchem er die Romantik des alltäglichen besingt und dabei humorvoll und optimistisch bleibt. Das Ganze verpackt in allen Schattierungen zwischen Folk, Country, Blues und Rock.

Die 1968 in Ottawa geborene Sue Foley begann mit 15 Jahren mit dem Gitarrenspiel. Inspiriert durch ein Konzert von James Cotton, jammte sie zunächst mit lokalen Bands, bevor sie Mitte der Achtziger nach Vancouver zog und eine eigene Band gründete.

Im wesentlichen spielten sie in Verden die Songs ihrer beiden Veröffentlichungen „He Said She Said“ und „Beyond The Crossroads“. Das Paar demonstrierte eine Lebensfreude pur. Moderne Americana Musik vom Feinsten. Die solide Arbeit des Bassisten Niles Terrat und des Schlagzeugers Mike Catapano erlaubte beiden Künstlern, ihr instrumentales Können voll umzusetzen. Mehrere Zugaben waren die Folge.

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